Tierernährung nach den Prinzipien der Traditionell Chinesischen Medizin
 
Auch für Tiere gilt dasselbe grundlegende Prinzip: Was dem einen nutzt, schadet dem anderen. Tiere derselben Art und Rasse unterscheiden sich in ihrer Grundkonstitution, die sie von ihren Elterntieren ererbt haben, ihrem gegenwärtigen gesundheitlichen Zustand und ihren Lebensumständen (z.B. Alter, Bewegungsroutine, Eigenarten etc). Wenn diese individuelle Gegebenheiten bei der Ernährung mit berücksichtigt werden, kann diese einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Gesunderhaltung Ihres Vierbeiners leisten.Im Rahmen der Fünf Elemente Ernährungslehre wird herausgearbeitet, welche Nahrungsmittel für Ihr Tier in welcher Zubereitungsform empfehlenswert sind.
 
5 Elemente im Kontext von Tierernährung
 
Die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) ist über einen Zeitraum von Tausenden von Jahren entstanden und weiterentwickelt worden. Sie besteht aus verschiedenen Heilmethoden wie Akupunktur, Kräutertherapie und Ernährungsumstellung und ist sowohl für Menschen als auch für Tiere geeignet, was aber nicht heißt dass der Mensch und sein Hund oder seine Katze das gleiche essen sollen. Immer mehr Tierärzte und Tierheilpraktiker lassen sich auch in Akupunktur schulen.
 
Ganzheitliche Betrachtungsweise der TCM 
 
In der westlichen Medizin werden körperliche Beschwerden anhand ihrer Symptome in einen kausalen und linearen Kontext gestellt. In der chinesischen Medizin werden einzelne Symptome nicht getrennt voneinander betrachtet und ggf. unterschiedlich behandelt, sondern die Symptome werden in einen Zusammenhang zueinander und in einen Bezug zum großen Ganzen gesetzt. Konkret bedeutet dies, das z.B. Ohrenschmerzen und eine Blasenentzündung nicht gesondert therapiert würden.
 
Jeder körperlicher Vorgang ist somit Teil eines dynamischen sich wechselseitig bedingenden Systems. Wenn auf der Grundlage der Bezogenheit zum Ganzen beurteilt wird, werden Gesetzmäßigkeiten sichtbar, die wiederum immer auf einen größeren Zusammenhang hin deuten und ihren Platz in einem Zyklus (und nicht einer linearen Reihe wie im westlich kausalen Ansatz) einnehmen (Fischer 1999).
 
Der 5 Elemente Zyklus
 
Dieser Zyklus wird mit den 5 Elementen oder den 5 Wandlungsphasen bezeichnet. Der Zyklus der fünf Elemente - Holz, Feuer, Erde, Wasser und Metall - findet sich u.a. im Jahreszyklus, im Lebenszyklus, aber eben auch in den körperlichen Zyklen und der Ernährung wieder.
 
Das Element Holz
 
Holz steht für den Frühling, für den Drang der Natur den Winter abzustreifen und den Jahreskreislauf neu in Gang zu setzen. Holz steht auch für die erste Phase des Lebens, die Kindheit und das Wachstum. Auf körperlicher Ebene steht Holz für den Funktionskreislauf Leber und Gallenblase mit einer Verbindung zum Sinnesorgan Auge.
 
Der saure Geschmack ist dem Holzelement zugeordnet. Auch im Westen weiß man, dass „sauer wieder lustig macht“, wenn einem eine „Laus über die Leber gelaufen ist“.
 
Nahrungsmittel des Holzelementes
 
Nahrungsmittel, die dem Element Holz zugeordnet sind z.B. Huhn, aber auch Weizen und Hefe.
 
Das Element Feuer
 
Feuer steht für den Sommer, die Hitze, für die Phase des jungen Erwachsenseins. Auf körperlicher Ebene steht Feuer für den Funktionskreislauf Herz und Dünndarm mit einer Verbindung zur Zunge. Der bittere Geschmack ist dem Herzen zugeordnet.
 
Nahrungsmittel des Feuerelementes
 
Nahrungsmittel, die zum Element Feuer gehören sind z.B.: Ziege, Hammel, Lamm, aber auch Roggen.
 
Das Element Erde
 
Das Element Erde steht für den Spätsommer, die Zeit der Ernte. Auf körperlicher Ebene steht Erde für den Funktionskreislauf Milz, Magen und Pankreas mit einer Verbindung zum Mund. Die Erde repräsentiert die Mitte, um die alle anderen Elemente kreisen. Der süße Geschmack ist der Erde zugeordnet.
 
Nahrungsmittel des Erdelementes
 
Viele  kohlenhydrat-, eiweiß- und fetthaltigen Nahrungsmittel gehören zur Erde. Das sind u.a.: Kartoffeln, Mais, Butter, Ei und Rindfleisch.
 
Das Element Metall
 
Das Element Metall steht für den Herbst, das Abschiednehmen vom Überfluß des Sommers. Abschied heißt immer auch Loslassen und Trauer. Körperlich repräsentiert Metall den Funktionskreislauf Lunge und Dickdarm mit einer Verbindung zur Nase. Metall steht auch für den Übergang in den letzten Lebensabschnitt. Der scharfe Geschmack ist dem Metall zugeordnet.
 
Nahrungsmittel des Metallelementes
 
Nahrungsmittel, die zum Element Metall zählen sind u.a.: Gans, Kaninchen, Pute, Wildfleisch, aber auch Hafer.
 
Das Element Wasser
 
Das Element Wasser repräsentiert den Winter und die letzte Lebensphase. Die Natur hat sich nach innen zurückgezogen und sammelt ihre Kräfte für den nächsten Frühling. Winter ist die Zeit der Regeneration und Ruhe. Winter steht auch für Dunkelheit und Angst. Körperlich repräsentiert das Element Wasser den Funktionskreislauf Niere und Blase mit einer Verbindung zu den Ohren. Der im Westen bekannte Satz, sich „vor Angst in die Hosen zu machen“ verdeutlicht diesen Zusammenhang.
 
Nahrungsmittel des Wasserelementes
 
Der Geschmack ist salzig und Nahrungsmittel, die zum Element Wasser gehören sind u.a.: Salz, Fisch, Algen, aber auch Schweinefleisch und Soja.