Artenschutz News / Conservation News

 

Lärmverschmutzung macht Meeressäuger schwerhörig - August 2010

Die zunehmende Lärmverschmutzung unserer Ozeane durch Schiffsmotoren, Ölbohrungen und militärische Übungen beinträchtigt laut einer im Fachjournal "Trends in Ecology and Evolution" veröffentlichten holländischen Studie die Kommunikationsmöglichkeiten von Meeressäugern unter Wasser. Wale kommunizieren akustisch über weite Entfernungen, bis zu 1000 Kilometern, miteinander. Laut der Studie führt der steigende Lärmpegel unter Wasser dazu, dass die Reichweite über die die Meeressäuger sich miteinander verständigen sich auf max. 10 Kilometer reduziert hat.

 

Deutsche Jäger gefährdeten den Europäischen Vogelbestand - April 2007

Laut einer in der Fachzeitschrift "Berichte zum Vogelschutz" von den Autoren Axel Hirschfeld und Alexander Heyd veröffentlichten Studie sind die insgesamt 6,8 Millionen Jäger in Europa "für zahlreiche europäische Vogelarten einen bedeutetenden Mortalitätsfaktor "dar. Die Jagd trägt dazu bei, dass die Bestände auch gefährdeter Vogelarten schrumpfen. Die Zahlen sprechen Bände: Jedes Jahr werden in Europa mehr als 100 Millionen Wildvögel, darunter 30 Millionen Singvögel, durch Jäger getötet. Besonders negativ fallen die französischen Jäger ins Gewicht, die alleine 25 Millionen Vögel jährlich töten, dicht gefolgt von den Italienern. "Beliebteste Jagdbeute sind Singvögel wie z.B. Lerchen, Amseln oder Drosseln, die rund ein Drittel der europaweiten Gesamtstrecke ausmachen. Insgesamt addieren sich die Schätzungen für die 82 untersuchten Arten auf 37,3 Millionen Singvögel, 33,5 Millionen Hühnervögel, 18,6 Millionen Tauben, 4,1 Millionen Watvögel, 391.000 Rallen sowie 7,6 Millionen Enten und Gänse pro Jahr".

Quelle: Berichte zum Vogelschutz sowie Hirschfeld, Axel: Neue Studie zur Zugvogeljagd in der EU: 102 abgeschossene Tiere. In: Artenschutzbrief Nr.11 (April 2007)