Katzenkommunikation

 

 

Katzen verfügen über ein breites Spektrum verschiedener Formen der Kommunikation untereinander und mit Menschen.

Katzenlaute

Feliden sind vokaler und sprachbegabter als viele glauben, besonders im Umgang mit uns Menschen; haben Katzen doch Dank ihrer überaus genauen Beobachtungsgabe verstanden, dass Lautgebung für uns von ganz zentraler Bedeutung ist. So lernen und entwickeln sie einen speziellen kätzischen Dialekt mit Ihren Menschen.

Darüber hinaus beinhaltet Katzenkommunikation laut wissenschaftlicher Studien weit über hundert verschiedene Katzentöne, die sie hervorbringen sowie fast sechzig unterschiedliche identifizierte „Miau“-Variationen. Untereinander haben Laute eine untergeordnete Rolle und werden vorwiegend in der Kommunikation zwischen der Mutterkatze und ihren Jungtieren benutzt.

Katzen sind Meister der subtilen Kommunikation und so kann es oft zu Verständigungsproblemen zwischen Katzen und ihren Menschen kommen, wenn diese auf die stummen Signale nicht reagieren. Viele Katzen haben sich im Umgang mit ihrem Menschen einen speziellen Lautdialekt und Rituale entwickelt, um ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Sicher ist sicher.

Katzenmimik und Körpersprache

Erwachsene Katzen bedienen sich vor allem der Mimik und der Körpersprache (so hat man 80 verschiedene Körperhaltungen von Hauskatzen identifiziert), wenn sie direkt aufeinandertreffen.

Da Katzenreviere sich bei einer hohen Dichte der Katzenpopulation überschneiden und sich Stubentiger auf ihren Streifgängen manchmal durch feindliches Territorium begeben müssen, ist es wichtig, dass sie aus ihrer Umwelt Informationen über die anderen Katzenindividuen erhalten, die sich ebenfalls dort ggf. aufhalten. Dies geschieht durch das Hinterlassen und Lesen von geruchlichen (olfaktorische) und optischen Botschaften. Die Katzen platzieren an ausgesuchten Plätzen mithilfe ihrer an verschiedenen Stellen des Katzenkörpers befindlichen Drüsen Geruchsmitteilungen für andere Katzen. An den Wangen, unter dem Kinn, auf dem Rücken und zwischen den Zehen befinden sich bei Katzen Hautdrüsen, die Duftstoffe absondern. Jeder Katzenmensch kennt das für Katzen so typische "Köpfengeben" und das "um die Beine herum schleichen". Die von den Katzen so auf uns übertragenen Gerüche können wir nicht wahrnehmen. Anders sieht es beim Harnmarkieren aus. Diese ist eine nicht zu übergehende übel riechende Duftmitteilung.

Mithilfe ihrer scharfen Krallen hinterlassen Katzen Kratzmarkierungen in ihrem Revier. Problematisch wird dieses Verhalten nur, wenn statt dem Kratzbaum die Tapeten oder das Sofa benutzt werden.

Ein paar Beispiele für Katzenkörpersprache

Einer Katze ist ihre Zufriedenheit und freundliche Stimmung anzusehen durch aufmerksam nach vorne gestellte Ohren, ihre Augen sind halboffen, können aber auch halbgeschlossen sein. Die Katze starrt nicht. Sie zeigt eine entspannte Körperhaltung: dösend, schlafend, auf dem Schoß sitzend. Der Schwanz ist in der Haltung oft um den Körper geschmiegt. Viele zufriedene Katzen schnurren.

Eine neugierige Katze hat ebenso nach vorne gerichtete Ohren, sie kommt uns mit hoch aufgestelltem Schnwanz entgegengelaufen, um zu sehen, was wir in der Küche wohl für sie bereithalten. Sie kann uns ggf. mit einem freundlichen Miauen begrüßen, ihre Augen sind offen, ohne zu starren, ihr Fell liegt am Körper an.

Man sieht oft and der zuckenden Schwanzspitze, virbrierenden Schnurrhaare und den zur Seite gelegten oder sich drehenden Ohren, dass der Katze gerade etwas nicht wirklich passt. Wird sie ärgerlich, dann wischt  der Schwanz von der einen zur anderen Seite über den Boden.

Eine zornige und drohende Katze drückt sich in ihrer Körpersprache folgendermaßen aus: Ihre Ohren sind aufgestellt und vom Körper weg mit der Ohrmuschel nach außen gedreht. Die Augen sind eng und zu einem Schlitz zusammengezogen, sie starrt ihr gegenüber an anstatt den Blick abzuwenden, oftmals macht sie dabei noch den berüchtigten Katzenbuckel mit aufgestellten Haaren und  ihr ganzer Körper wird steif mit durchgedrückten Beinen. Der Katzenbuckel dient dazu den Gegner durch möglichst großes und imposantes Aussehen zu beeindrucken. Die Schnurrhaare sind nach vorne gerichtet und weit aufgefächert und die Katzen knurrt oft.

 

Vorträge zur Verhaltensbiologie von Katzen

Die Praxis für Tierberatung bietet regelmäßig Vorträge u.a. in der Urania und Tierarztpraxen zum Thema Katzenverhalten an. Bitte kontaktieren Sie uns für aktuelle Veranstaltungsdaten oder wenn Sie Interesse an der Ausrichtung eines Vortragabends haben unter: tierberatungspraxis@web.de.