Konventionelle Tierernährung für unsere Hunde und Katzen
Fast Food für Tiere
Nicht nur wir Menschen, auch unsere Hunde und Katzen werden zunehmend unnatürlicher ernährt. Fast Food für Tiere ist die Regel und nicht die Ausnahme. Die florierende Tierfuttermittelindustrie suggeriert den Verbrauchern mit industriell hergestelltem Futter das Beste für Ihr Tier zu tun.
Jeder verantwortungsvolle Tierhalter möchte, dass es seinem Tier gut geht und wenn es immer wieder heißt, nur in industriell gefertigtem Futter sei alles enthalten, was der vierbeinige Freund bräuchte, werden viele Menschen so verunsichert, dass sie erst gar nicht versuchen, Futter selber herzustellen. Gesetz den Fall das wäre so, warum sind dann in der Natur unbekannte Krankheiten von Hunde und Katzen auf dem Vormarsch?
Zivilisationskrankheiten nehmen auch bei Haustieren zu
Die Tierarztpraxen sind voll mit Tieren, die u.a. an Diabestes, Allergien, Nierenproblemen, Zahnproblemen leiden. Das viel gebrauchte Argument, dies hinge damit zusammen, dass mit allem versorgte Haustiere länger leben als sie dies in der freien Natur täten und deswegen Alterserkrankungen entwickeln, greift da nur bedingt, denn längst sind es nicht nur ältere Tiere, die erkranken.
Fakt ist, dass mit industriell hergestelltem Tierfutter ein möglichst hoher Profit erwirtschaftet werden soll. Das geht nur über einen hohen Preis, der auf dem Markt auch Aufgrund der „Geiz ist Geil“- Mentalität jedoch nur noch schwer durchzusetzen ist oder durch eine Senkung der Produktionskosten. Konkret bedeutet dies mindere Fleischqualität, und billige Füllstoffe im Tierfutter wie z.B. Zucker, Tiermehle aus Tierverwertungsanlagen, genverändertes Soja uund Mais sowie Getreide. Allessamt Zutaten, die in Hundenahrung und Katzenfutter nichts zu suchen haben sollte.
Für Tierhalter herauszufinden, was im gekauften Katzenfutter oder der Hundenahrung denn eigentlich enthalten ist, ist eine Wissenschaft für sich. Unter der Rubrik „Kennzeichnung von Futtermitteln“ erfahren Sie, wie Sie die Inhaltsangaben auf den Futterdosen richtig lesen und interpretieren.
Was sind die Alternativen? Wie ernähre ich meinen Hund oder meine Katze sinnvoll ?
Es ist durchaus verständlich, dass es für beruftätige Menschen, für die es oft schon zeitlich schwer ist, sich selber eine Mahlzeit zu kochen, auch noch Futter für die Tiere zu zubereiten. Und Essensreste an Hunde und noch viel weniger an Katzen zu verfüttern ist ungeeignet, nicht nur weil Hunde und Katzen keine Gewürze essen sollten, zudem brauchen beide Arten bestimmte Nährstoffe, die im Essen enthalten sein sollten.
Keine vegetarische Ernährung für Katzen und Hunde
Da ich immer wieder danach gefragt werde, ein paar Zeilen zu vegetarischem Futter für Katzen und Hunde. Katzen sind der Inbegriff des Fleischfressers (Carnivore) und können und dürfen nicht vegetarisch oder sogar vegan ernährt werden. Wer einmal eine Katze jagen gesehen hat oder erlebt, wie aufgeregt Katzen werden, wenn die tägliche Frischfleischration für sie vorbereitet wird, dem ist auch ohne ernährungswissenschaftliche, verhaltensbiologische oder tiermedizinischen Kenntnissen instinktiv klar, dass Katzen und eine vegetarische Fütterung nicht zusammengehen.
Auch ich habe vor Jahrzehnten für mich selber entschieden, als Vegetarierin zu leben und kann dies als Mensch auch relativ problemlos und gesund praktizieren. Ich habe eine Zusatzausbildung als Ernährungsberaterin nach der Traditionell Chinesischen Medizin (mehr zur 5 Elemente Ernährung für Mensch und Tier siehe weiter unten) und berate insbesondere auch menschliche Vegetarier und Veganer, wie eine gute Ernährung für sie aussehen könnte. Mir wäre es auch lieber, meine Miezen könnten so wie ich glücklich und gesund ohne Fleisch sein. Mir als Vegetarierin fällt es schwer und es kostet mich Überwindung, in eine Metzgerei zu gehen und Fleisch für die Katzen zu kaufen, vom Schneiden des Frischfleisches mal ganz abgesehen. Aber ich tue es für meine Stubentiger, kaufe hochwertiges Biofleisch von Tieren aus der Region, weil ich aus eigener Anschauung weiß, dass Katzen zwangsläufig extrem leiden und in Folge krank werden, wenn man ihnen einen vegetarischen Lebensstil aufzwingt, für den sie physiologisch und psychologisch betrachtet in keinster Weise geeignet sind.
Auch Hunde sollten, wenn sie auch im Vergleich weniger Fleisch als Katzen brauchen, nicht rein vegetarisch ernährt werden.
Wer als Tierfreund, was ich sehr gut verstehen und nachfühlen kann, keinen Ausweg aus dem realen Dilemma sieht, dass sogenannte Nutztiere, die ebenso fühlende und leidensfähige Wesen sind, für die Ernährung von unseren Haustieren getötet werden, dem bleibt, und das sage ich ohne Ironie, konsequenterweise nur die Alternative mit reinen Pflanzenfressern als Haustieren zusammenzuleben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
Fertigtierfuttermittel in Bio- und Lebensmittelqualität
Mittlerweile werden Biofutter auf dem Markt angeboten, deren Zutaten aus Biozucht und biologischem Anbau stammen, die keinen Konservierungs- und Zusatzstoffe erhalten. Eine weitere Alternative sind Tierfutterhersteller, die nur Fleischprodukte in Lebensmittelqualität (bestimmt für menschlichen Verzehr) verwenden und weder Tiermehle, noch Zucker, genverändertes Soja und Mais sowie Getreide und auch keine Geruchs-, Farb-, Geschmacks- und chemischen Konservierungsstoffe einsetzen. Alles Inhaltesstoffe, die im Katzenfutter und der Hundenahrung nichts zu suchen haben.
Gerade für Hunde ist es oftmals weniger aufwendig als gedacht, Futter selber herzustellen. BARFEN, die biologisch artgerechte Fütterung mit rohem Fleisch (englisch: Biologically Appropriate Raw Food) wird auch hierzulande immer beliebter. Hierbei ist es wichtig, dass es nicht ausreicht, dem Hund oder der Katze einfach rohes Fleisch in ausreichender Menge anzubieten. Hund und Katze würden dann bald an Mangelernährung leiden. Das hängt damit zusammen, das Hunde oder Katzen nicht nur das Fleisch des Beutetieres, sondern auch andere Körperteile wie Innereien sowie Knochen und ggf. Fell mitfressen. Die Rohfütterung muß daher supplementiert werden mit einer genau auf das individuelle Tier abgestimmte Mischung benötigter Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Ballaststoffen. BARFEN für Hunde ist um einiges leichter als für Katzen und wer BARFEN möchte sollte sich vorher genaustens darüber informieren, wie der Bedarf für sein Tier berechnet werden muß. Insbesondere bei Katzen ist besondere Aufmerksamkeit geboten und auf eine ausreichende Menge an Taurin zu achten, eine Aminosäure, die für das Überleben von Katzen essentiell ist, aber von ihnen nur bedingt selber hergestellt werden kann.
Tierernährung nach den Prinzipien der Traditionell Chinesischen Medizin
Auch für Tiere gilt dasselbe grundlegende Prinzip: Was dem einen nutzt, schadet dem anderen. Tiere derselben Art und Rasse unterscheiden sich in ihrer Grundkonstitution, die sie von ihren Elterntieren ererbt haben, ihrem gegenwärtigen gesundheitlichen Zustand und ihren Lebensumständen (z.B. Alter, Bewegungsroutine, Eigenarten etc). Wenn diese individuelle Gegebenheiten bei der Ernährung mit berücksichtigt werden, kann diese einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Gesunderhaltung Ihres Vierbeiners leisten.Im Rahmen der Fünf Elemente Ernährungslehre wird herausgearbeitet, welche Nahrungsmittel für Ihr Tier in welcher Zubereitungsform empfehlenswert sind.