Pressesartikel zu Birga Dexel, Katzen, Verhaltensprobleme, Tierkommunikation
Berliner Zeitung (BZ) 8. August 2011: Meine Katze klettet.
Wenn eine Katze ihrem Halter auf Schritt und Tritt folgt, ist das meist ein Zeichen von Langeweile. Kaum hat sich Frauchen aufs Sofa gesetzt und möchte in Ruhe fernsehen, schon kommt Mieze angesprungen und macht sich auf ihrem Schoß breit. Jegliche Bewegung wird mit einem grantigen Knurren kommentiert, aufstehen unmöglich.

Berliner Zeitung (BZ): 2. August 2011: Wenn zwei sich streiten, ist Herrchen der Schlichter
Sportlicher Schlagabtausch oder ernster Kampf - die B.Z. erklärt, was Sie über raufende Katzen wissen sollten
Sie fauchen, boxen und jagen sich quer durch die Wohnung. Wenn Katzen miteinander raufen, kann es schon mal unsanft zur Sache gehen.
Schlichten oder cool bleiben, fragen sich dann Herrchen oder Frauchen. Katzen-Psychologin Birga Dexel (40) aus Schöneberg erklärt, was es bei streitlustigen Tieren zu beachten gibt. Freigänger-Katzen können ungeliebten Rivalen einfach aus dem Weg gehen. Im Haus gehaltene Tiere haben diese Möglichkeit nicht. "Bei Wohnungs-Katzen ist daher der Halter gefragt, die Situation zu beobachten, um einzuschätzen, ob die Kämpfe harmlos oder gefährlich sind", sagt die Expertin. Wenn zwei sich streiten ... sollte der Halter zwar schlichten, aber nicht direkt dazwischengehen: "Schreien Sie nicht auf kämpfende Katzen ein und werfen Sie auch keine Gegenstände nach ihnen, das regt die Raufbolde noch mehr auf", warnt Dexel. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich: "Gelegentliche Raufspiele sind unter Katern durchaus typisch und kein Grund zur Besorgnis", so die Expertin. Vor allem junge Kater messen gern ihre Kräfte. Aber: "Achten Sie darauf, dass die Rangeleien stets glimpflich verlaufen und sich die Situation nach einigen Minuten wieder entspannt." * Vorsicht bei raufenden Katzen-Damen: "Wenn zwei Katzen heftig aufeinander losgehen, ist die Situation meist sehr ernst", weiß Dexel. "Denn Katzen tragen ihre Kämpfe normalerweise nicht auf körperlicher, sondern eher auf psychischer Ebene aus, sind Meister des Mobbings. Sie lassen die andere zum Beispiel nicht mehr in Ruhe aufs Katzenklo. "Wenn ein Kater mit einer Katze rauft, steckt dahinter oft ein Missverständnis: "Katzen mögen das raubeinige Spiel von Katern so gar nicht, werden davon erschreckt. "Wenn es wirklich gefährlich wird: "Unabhängig vom Geschlecht - sollten sich Katzen heftige Biss- und Kratzwunden zufügen, müssen die Raufbolde zunächst räumlich voneinander getrennt werden", sagt Dexel, "wenden Sie sich umgehend an einen Katzen-Trainer." Sollte auch der Experte die Tiere nicht befrieden können, muss sich der Halter schweren Herzens von einem der beiden trennen. Weitere Informationen unter: www.tierberatungspraxis.de

Berliner Zeitung (BZ), 07. Juli 2011: Die Katzenliebe in den letzten Jahren
Dank liebevoller Pflege und guter medizinischer Betreuung durch den Tierarzt werden Katzen heutzutage bis zu 20 Jahren alt. Die B.Z. erklärt, was Katzen-Senioren in ihren letzten Jahren für ihr Wohlbefinden brauchen.
* Eine Katze kommt etwa ab dem zwölften Lebensjahr ins Seniorenalter, aber: "Katzen sind in jeder Hinsicht Individualisten", sagt Katzen-Therapeutin Birga Dexel aus Schöneberg (40). "Ist die eine mit 14 noch topfit, kann sich eine andere bereits mit sieben Jahren nicht mehr wohl in ihrer Haut fühlen." Äußerlich verändert sich eine betagte Katze nur wenig. Umso wichtiger ist es, sie zu beobachten, um erste Zipperlein wahrzunehmen.* "Eine ältere Katze wird deutlich ruhiger und braucht besonders viel Schlaf und ein behagliches Plätzchen, an das sie sich jederzeit zurückziehen kann", so Birga Dexel. "Auch wenn sie über 20 Stunden schläft, ist das völlig normal und kein Grund zur Besorgnis. "Senioren-Katzen lieben auch mehr denn je ihre festen Rituale und reagieren unflexibel auf Veränderungen. Stress können sie einfach nicht mehr so gut verarbeiten wie noch in jungen Jahren.* Typisch für betagte Miezen ist ein verändertes Verhalten: "Sie werden zum Beispiel viel verschmuster und anhänglicher, spielen nicht mehr so viel, ihr Appetit kann entweder gesteigert oder vermindert sein", so die Expertin.* Tierärztin Renate Findeisen aus Pankow rät: "Ältere Katzen brauchen ein hochwertiges Futter, um die Nieren zu entlasten." Regelmäßiger Gesundheits-Check beim Tierarzt ist bei Senioren-Katzen besonders wichtig! "Häufig haben sie Probleme mit der Schilddrüse, den Nieren und den Gelenken, leiden unter Diabetes oder Zahnstein", so Birga Dexel. Eine an Arthrose erkrankte Katze erkennt man an ihrem steifen Gang. Mit Schmerzmitteln vom Tierarzt kann der Katze wieder zu mehr Lebensqualität verholfen werden. Das Haarkleid älterer Katzen wird oft struppiger. Regelmäßige Bürstenmassagen verhindern ein Verfilzen des Fells." Weil die Sinne bei älteren Katzen nachlassen, sind sie stärker auf die Hilfe ihrer Menschen angewiesen.

Berliner Zeitung (BZ), 14. Juni 2011: So kommt Ihre Katze nicht in die Klemme!
Gefahren lauern im Haushalt an vielen Stellen. Häufig verletzen sich die Tiere beim Sturz vom ungesicherten Balkon oder an Kippfenstern
Die meisten Unfälle passieren bekanntermaßen zu Hause. Das betrifft nicht nur uns Menschen. Auch für Katzen lauern im Haushalt viele Gefahren. Betroffen sind vor allem junge, neugierige, aber auch unterbeschäftigte Tiere.
Katzen-Therapeutin Birga Dexel sagt, worauf Sie besonders achten müssen:* Gefahrenquelle Nummer 1 sind gekippte Fenster. "Die Katzen klettern hinauf, stecken ihren Kopf durch die Öffnung und rutschen dann den enger werdenden Schlitz hinunter. Das kann zu grauenvollen Verletzungen führen. Teilweise ersticken die Tiere auch. Wenn ihre Stimmbänder durchtrennt sind, können sie nicht einmal mehr durch Miauen auf sich aufmerksam machen", weiß Dexel. Montieren Sie ein Gitter vor die Fenster. Alternativ können Sie Holzklötze bestellen, die man in die gekippten Fenster steckt (Paar ca. 15 Euro, www.claudiskloetze.de)* Zu Knochenbrüchen und inneren Verletzungen kommt es, wenn Katzen etwa einem am Balkon vorbeifliegendem Vogel hinterherspringen. "Der Balkon muss mit einem Netz gesichert werden. Im Fachhandel gibt es welche, die nicht in die Fassade geschraubt werden müssen", so Dexel.* Achtung vor heißen Herdplatten! Katzen haben ein geringes Empfinden für Hitze und ziehen daher ihre Pfoten nicht schnell genug weg. Man muss ihnen von klein an beibringen, dass der Herd tabu ist und eventuell ein Kinderschutzgitter verwenden.* Katzen können sich an Stoffen wie Chemikalien und Putzmitteln vergiften. Immer gut wegstellen. Auch das Wasser von Schnittblumen oder aus der Gießkanne, dem Düngemittel beigemischt wurde, ist eine potenzielle Gefahrenquelle.* Überschätzt werden dagegen Waschmaschinen als Todesfalle. Denn Katzen mögen den Geruch von Waschmitteln gar nicht. "Halten Sie trotzdem die Trommel immer geschlossen und sehen Sie vor dem Waschen nach, ob es sich das Tier in der Maschine gemütlich gemacht hat", rät die Expertin.
Dogs Mai / Juni 2011: ich sehe in Dich hinein. Artikel zum Thema Tierkommunikation


„Ich habe dann an einem Abend mit ihm kommuniziert", erzählt die Tierberaterin„,und dabei von ihm erfahren, dass er tatsächlich Trennungsängste hat und seine Besitzerin suchen will." Ungefähr eine Stunde habe die Kommunikation gedauert. Sechzig Minuten, in denen die Berlinerin dem Hund erklärt habe, dass Frauchen tagsüber auf die Jagd gehen müsse, um für sie beide Futter zu beschaffen: „Ich habe ihm klargemacht, dass er bei der Mutter bleiben muss, weil seine Besitzerin sonst nicht weiß, wo sie ihn abends finden kann." Tierheimhund Nero scheint das verstanden zu haben: „Er ist seither nicht mehr weggelaufen."
Birga Dexel redet mit Tieren, genau wie viele andere Männer und Frauen in der Welt es tun: „Tierkommunikation ist aber keine übersinnliche Fähigkeit und hat nichts mit Parapsychologie oder Hellsehen zu tun", sagt sie. Im Grund sei alles Intuition und Gefühl, „das gleiche Gefühl, aus dem heraus ein Hundebesitzer oft spürt, dass es seinem Liebling schlecht geht. Es gibt keine äußeren Symptome, aber irgendetwas ist komisch, man geht zum Tierarzt und der findet tatsächlich etwas." Wer dieses Bauchgefühl trainiere, werde im Laufe der Zeit empfindlicher und selbstsicherer und könne bald auch mit anderen 'fieren in Verbindung treten.
Dass Mensch und Tier geistig miteinander in Verbindung stehen können, ist wissenschaftlich zwar nicht anerkannt, steht für viele Tierbesitzer aber fest. Das Gespür füreinander äußert sich meist in Alltäglichkeiten: Wieso werden Hunde häufig unruhig, bevor ein Familienmitglied nach Hause kommt? Wieso sind manche Vierbeiner plötzlich irgendwo im Haus verschwunden, wenn es zum Tierarzt geht? Und warum gibt es Menschen, die mit Tieren überhaupt nicht umgehen können, während andere sich mit einzelnen auf einer gemeinsamen geistigen Ebene zu befinden scheinen?
Was sogenannte Pferde- oder Hundeflüsterer tun, versteht kaum jemand. Die Gewissheit lautet trotzdem: „Der hat's einfach drauf". „Eine bessere Erklärung gibt es auch nicht", sagt Hundetrainer Jens Anders aus Holleben bei Halle. Der ehemalige Ausbilder für Schutzdiensthunde und Sachverständige des Landes Sachsen-Anhalt für gefährliche Hunde ist heute auf Problemhunde spezialisiert. Er sah die Arbeit einer Tierkommunikatorin das erste Mal im Fernsehen: „Da saß eine weißhaarige Dame vor der Kamera und erzählte etwas darüber, wie sich ein Tier fühlt. Ich fand das eigentlich albern." Bevor er es aber ganz als Scharlatanerie abtat, wollte er zumindest wissen, ob was dran sei, und belegte einen Kurs bei Birga Dexel. "Ich habe danach auch immer wieder geübt, war mir aber nie sicher über das, was ich da vor meinem geistigen Auge sah oder glaubte, dass die Tiere es mir mitgeteilt hätten." Bis er mit einem Berner Sennenhund aus seinem Kurs „plauderte": „Das war ein er, selbstbewusster, wahnsinnig schöner Hund." Leider auch sehr aggressiv. „Seine Besitzer sind zwei Jahre zu mir in die Hundeschulee gekommen, ohne dass sich irgendwas gebessert hat. Wenn ich die Leute fragte, ob sie zu Hause wirklich alles taten, was ich ihnen empfohlen hatte, bekam ich ein Ja zur Antwort. Und trotzdem spitzte sich die Situation zu. Mittlerweile hatten die Besitzer richtig Angst vor ihm. Ich war total ratlos." Irgendwann, er stand kurz davor zu kapitulieren, nahm er den Hund zur Seite, suchte sich eine stille Ecke und konzentrierte sich auf ihn. „Plötzlich sah ich ein Bild klar vor mir, in dem der Hund auf der Couch liegt." Vorsichtig sprach Anders die Besitzer darauf an, und die gaben zu, dass sie sich gegen den Hund nicht durchsetzen konnten und der tatsächlich gern auf der Couch liege, die er dann zähnefletschend verteidigen würde. Was war zu tun? „Wir haben erst einmal an der Angst der Hundebesitzer gearbeitet und darüber schließlich bei ihrem Hund Fortschritte gemacht."
Ist Telepathie mit Tieren Humbug? Streng wissenschaftlich betrachtet ja. Aber: Wissenschaftler neigen von Profession aus dazu, VorsteIlungen, die nicht naturwissenschaftlich zu erklären sind, zu misstrauen. Allerdings die Grenze zwischen dem Inakzeptablen und eventuell doch Möglichen auch bei ihnen fließend: Eine in den Vereinigten Staaten durchgeführte Umfrage unter knapp tausend College-Professoren zum Beispiel ergab, dass die Mehrzahl der Naturwissenschaftler, 55 Prozent, die große Mehrheit der Gesellschaftswissenschaftler, 63 Prozent und die deutliche Mehrheit der Kunstprofessoren, 78 Prozent, die Meinung vertraten, dass paranormale Phänomene zumindest geprüft und untersucht werden sollten. Nur knapp zwanzig der befragten Hochschullehrer waren der Meinung, übersinnliche Wahrnehmungen seien „totaler Blödsinn". Dem Paranormalen gegenüber aufgeschlossen waren vor allem Quantenphysiker, wahrscheinlich deshalb, weil es für viele ihrer Theorien auch kaum experimentelle Beweise gibt. Beispiel Superstringtheorie: Sie ist ein Gedankenmodell, mit dem Wissenschaftler eine Erklärung dafür haben, was die Welt zusammenhält. Nach der Theorie besteht das Zentrum des Universums aus zahllosen schwingenden Raum-Zeit-Fäden, den Strings (englisch für Saite), von denen jeder, auf eine andere Harmonie abgestimmt, Elektronen, Quarks und Neutrinos erzeugt. Mathematisch ist das zwar plausibel, ob es tatsächlich so ist, weiß aber kein Mensch. Doch ist sie deshalb falsch? „Nein, denn wenn ich nur das als real akzeptiere, was ich erklären kann, finde ich niemals etwas Neues heraus", erklärt Dr. Kerstin Wöbbecke die Sicht der Wissenschaft. Die in Brandenburg lebende Biologin hat zum Thema Tierkommunikation mehrere Studien durchgeführt, ein abschließendes Urteil aber noch nicht gefällt. Vom Standpunkt der Wissenschaftlerin gibt es noch viele Unklarheiten. Sie ist sich aber sicher, dass „die Fähigkeit zur telepathischen Kommunikation mit Tieren möglich ist und trainiert werden kann."
Versuche zum Thema Telepathie gab es in den vergangenen Jahren zwar weltweit in vielen Instituten und Universitäten, die erfolgreichen Ergebnisse aber hielten wissenschaftlichen Maßstäben nicht stand - und dabei ging es „nur" um Telepathie zwischen Menschen, also Lebewesen, die die gleiche Sprache sprechen. Die Gedankenübertragung zwischen Mensch und Tier ist noch weniger erforscht. Vieles beruht auf einfachen Beobachtungen, auf Erzählungen. Die wenigen Experimente, die gemacht wurden, blieben meist ergebnislos. Eines aber erregte Aufsehen: 2003 testete der britische Biologe Rupert Sheldrake, der damalige Leiter eines parapsychologischen Forschungsprojekts der Universität Cambridge, einen Graupapagei namens N'kisi, ein sprachliches Ausnahmetalent mit einem Wortschatz von angeblich 700 Wörtern und der Fähigkeit, in ganzen Sätzen zu antworten, und
Berliner Zeitung (BZ), 24.Mai 2011: Katze schleicht sich davon

Berliner Zeitung (BZ), 24.Mai 2011: Katze schleicht sich davon
Meine Katze schleicht sich davon, warum?
Katzen sind echte Gewohnheitstiere, bleiben ihrem Revier eigentlich ein Leben lang treu. Doch manchmal gibt es für sie Gründe, sich ein neues Zuhause zu suchen.
"Wenn Freigänger-Katzen ausziehen, dann liegt das immer daran, dass sie mit den Lebensbedingungen in ihrem alten Zuhause nicht mehr glücklich waren", sagt die Schöneberger Katzen-Expertin Birga Dexel (40), "ein neues Revier kann für ein frustriertes Tier dann eine reizvolle Alternative sein."Bei der Eroberung des neuen Terrains geht eine Katze immer schrittweise vor. Niemals fällt sie bei einer neuen Familie mit der Tür ins Haus, sondern klopft sozusagen erst mal vorsichtig an."Anfangs sitzt sie zum Beispiel nur im Garten und wartet ab, ob sie von den Menschen geduldet wird", so Birga Dexel. "Wenn sie dann ins Haus darf, leckeres Futter und Streicheleinheiten bekommt, kann sie innerhalb von zwei Monaten ganz eingezogen sein."Zurück bleiben dann die traurigen Halter, die nicht verstehen, warum ihre Katze sich einfach davongeschlichen hat. Und das kann viele Gründe haben."Oft sind es ungeliebte andere Katzen im Haushalt oder in der näheren Umgebung, die ihr das Leben plötzlich schwer machen", weiß die Expertin. "Oder es kam ein Baby oder neuer Partner in die Familie und die Katze ist nicht mehr die Nummer eins, fühlt sich vernachlässigt."Auch neues Fressen kann ein Grund sein, z. B. Diätfutter, das ein Tierarzt gegen das Übergewicht verordnet hat. Wenn die Katze dann bei einer Nachbarin schmackhaftere Häppchen serviert bekommt, könnte sie das dazu verlocken, ihr Revier zu wechseln.Oder das Tier ist von ständiger lauter Musik genervt, sucht sich einen ruhigeren Platz. Manchmal ist der Umzug auch nicht dauerhaft, sondern nur ein zweites Ausweich-Revier.Birga Dexel: "Ich kenne eine echte Teilzeit-Katze, die morgens um neun, wenn ihr Frauchen ins Büro fährt, schnurstracks zur netten Rentnerin ins Nachbarhaus wandert. Wenn ihre Halterin abends von der Arbeit kommt, wartet auch schon ihre Katze wieder vor der Tür."
Berliner Zeitung (BZ), 12.Mai 2011: Vivaldi für die Katze. Tiere und Musik

Berliner Zeitung (BZ), 12.Mai 2011: Vivaldi für die Katze. Tiere und Musik
Klassik kann helfen, Ihren Hund zu beruhigen. Er entspannt sich aber nur, wenn Sie die Musik nicht zu laut stellen
Waldi liebt Vivaldi
12. Mai 2011 14.40 Uhr, BZ
Mozart, Chopin, Vivaldi - klassische Musik kann sehr entspannend sein. Und das gilt auch für Haustiere.
Studien haben ergeben, dass Hamster sich wohler fühlen, wenn man ihnen Klassik vorspielt. Bei lauter Rockmusik reagierten die kleinen Nager gestresst, wurden sogar aggressiv. Einige verweigerten ihr Futter und starben. Verhaltensforscherin Deborah Wells spielte Zoo-Elefanten Mozart, Händel und Beethoven vor und bewirkte damit, dass die Tiere deutlich weniger monoton mit ihren Köpfen wackelten. "Neben klassischer Musik wirken auch Pop und sanfter Jazz beruhigend auf alle Tiere", sagt die Pankower Tierärztin Renate Findeisen. "Techno dagegen ist völlig ungeeignet. "Unter den Haustieren scheinen besonders die Vögel - Sittiche, Papageien - auf Musik zu reagieren. Gefällt ihnen eine Melodie, zwitschern sie mit. "Musik regt sie auch zu einer lebhafteren Kommunikation untereinander an", so die Tierärztin. Katzen mögen hohe Töne besonders gern. "Katzen sind oft große Opern-Fans", sagt die Expertin Birga Dexel (40) aus Schöneberg. "Vor allem lieben sie Violinen-Konzerte von Mozart oder Soprangesänge. Wenn ich zu Hause alte Barock-Musik von Händel auflege, kommen meine Katzen gleich an und schnurren. "Diese Musikliebe kann ganz praktische Folgen haben: Wenn eine Katze zum Beispiel ungern Auto fährt, kann man versuchen, ihr die Fahrt mit Mozart oder Händel schmackhaft zu machen, rät Dexel.Hunde sind ebenfalls Klassik-Fans und mögen auch ruhigen Jazz. Sie sind aber nicht erfreut, wenn Herrchen zu dynamisch in die Klaviertasten haut oder Heavy Metal hört. "Wenn Hunde anfangen, zur Musik zu jaulen, sind sie schlicht genervt", so Tierärztin Findeisen. "Sie versuchen, mit ihrer eigenen Stimme den von ihnen empfundenen Krach zu übertönen."Wer seiner Mieze etwas besonders Gutes tun will, legt statt Vivaldi eine spezielle Katzenmusik-CD auf. Die sphärischen Klänge von "Music for cats and friends" (für 17 Euro im Handel) sind für Menschen zwar kein Ohrenschmaus, aber ihre Katze wird es mögen.

Berliner Zeitung (BZ), 29.April 2011: Typisch Kater - typisch Katze! Wie es schnurrt, ist eine Frage des Geschlechts
Kater machen alles mit links. Katzen benutzen lieber beide Pfoten. Welche feinen Unterschiede es noch zwischen männlichen und weiblichen Samtpfoten gibt, erklärt Expertin Birga Dexel (40).
"Kater kann man meist schon anhand ihres äußeren Erscheinungsbildes von Katzen unterscheiden", weiß die Schöneberger Katzen-Verhaltenstherapeutin. "Sie sind größer, bringen etwa ein Pfund mehr auf die Waage als Katzen, haben meist auch einen imposanteren Kopf mit den typischen Katerbäckchen."Kein Wunder, Kater fressen schließlich auch ein Drittel mehr als Katzendamen.Mit ihrem kräftigeren Gebiss und der stärkeren Kaumuskulatur sind sie auch besser imstande, Knochen und Sehnen durchzubeißen.Was das Alltags-Verhalten anlangt, sind die Unterschiede bei unkastrierten Samtpfoten natürlich besonders deutlich: "Katzen sind die größeren Schnurris, Kater treten viel raubeiniger auf. Sie sind weniger verschmust und mimen gerne mal den dicken Max", so die Katzen-Psychologin. "Und sie raufen sich auch immer wieder mit anderen Katern."Bei ihnen herrscht das Motto "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich".Wenn sich Katzen im Ausnahmefall mal raufen, dann ist der Kampf auch äußerst ernst.Eine Kastration neutralisiert allerdings viele Unterschiede, kastrierte Kater sind noch verschmuster und anhänglicher als Katzen.Ganz unterschiedlich ist auch das Spielverhalten von jungen Tieren: "Das Spiel der Kater ist insgesamt etwas ruppiger, sie bevorzugen eher Jagdspiele, verfolgen und lauern gern auf und üben schon früh Nackenbisse", so Birga Dexel. Katzen hingegen begeistern sich eher für Geschicklichkeits-Spiele, angeln mit ihren Pfoten gerne nach Gegenständen.Aber: "Man darf nicht vergessen, dass alle Katzen Individualisten sind. Pauschale Aussagen über typisches Verhalten kann man daher nicht machen", so die Katzen-Expertin.
Berliner Zeitung (BZ) 4. April 2011: Spielregeln für die Katze

Berliner Zeitung (BZ) 11. März 2011: Dem Katzen-Klautrieb auf der Spur.




Welt der Esoterik 03/08
Harmonie im Zusammenleben mit Katzen


Geliebte Katze 08/08, Beruf: Tierkommunikation

Berliner Woche, 10.10.07 "Die Tier-Sprache kann man lernen"

Dresdner Morgenpost am Sonntag, 16.09.07
"Schöne Birga versteht die Sprache der Tiere"

Ratgeber Sächsische Zeitung, 11. September 2007: "Die Katzenflüsterin", http://www.sz-online.de/
Die Katzen-Flüsterin Birga Dexel lehrt, wie sich Mensch und Tier besser verständigen. Sie kommt zur Dresdner Tiermesse. Ich schau Dir in die Augen, Kleines!“ Mancher Katzenhalter gäbe viel darum, den rätselhaften Blick seiner Samtpfote entschlüsseln zu können. Denn immer mehr Katzen zeigen Verhaltensauffälligkeiten, die der Mensch oft nicht richtig zu deuten weiß. Dabei gibt es stets gute Gründe, wenn der Stubentiger plötzlich bissig wird oder den Perserteppich als Katzenklo missbraucht. Doch leider sprechen wir nicht Minkas Sprache.
„Tun wir doch!“ behauptet die Tierkommunikatorin Birga Dexel, die in Berlin eine Praxis für Tierberatung führt. Zwar existieren weder Wörterbücher noch Volkshochschul-Kurse für Kätzisch, aber mit Anleitung und etwas Übung kann jeder lernen, sich ohne Worte mit seinem Tier zu verständigen.
Birga Dexel setzt bei der Vermittlung zwischen Mensch und Tier auf das Einfühlungsvermögen und die Intuition, bekannt als Bauchgefühl. Beides ist jedem Menschen angeboren. Intuition hilft, die Grenze zwischen Mensch und Tier zu überwinden, Wünsche und Gefühle des tierischen Mitbewohners wie Schmerzen oder Einsamkeit besser zu verstehen. Mit Tieren zu sprechen bedeutet, sich in das Tier einzufühlen. Wenn wir nach Hause kommen und noch bevor wir die Tür geöffnet haben wissen, dass es unserem Tier nicht gut geht, dann sind das Botschaften, die wir intuitiv empfangen haben. Die Katze, die sonst jeden Morgen pünktlich zum Fressen kommt, nur an dem Morgen nicht, an dem sie zum Tierarzt soll, handelt ebenfalls intuitiv.
Tieren kann viel Stress erspart werden, wenn es uns gelingt, das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Spüren sie aber Herrchens Unruhe vor dem Arztbesuch oder vor Antritt einer größeren Reise, dann überträgt sich das. Ein Kommunikationsproblem haben auch der Kater, der allein den Kühlschrank öffnen kann, und dessen Besitzer. Einerseits ist dieser genervt und will seinen Kater erziehen, andererseits ist er stolz auf seinen intelligenten Vierbeiner. Diese gemischten Gefühle muss das Tier missverstehen, hier wird es zu keiner Einigung kommen.
Ist solch ein Ärger einmal da, glätten Tierkommunikatoren als „Mensch-Tier-Dolmetscher“ die Wogen und zeigen Wege aus der Krise. Sie können manchmal sogar erspüren, wo sich entlaufene Tiere aufhalten und ob sie sich in Gefahr befinden. Wer die Dienste eines solchen Spezialisten in Anspruch nehmen möchte, muss mit Kosten von rund 50 Euro pro Sitzung rechnen. Die meisten Schwierigkeiten lassen sich schon mit zwei Sitzungen beheben. Birga Dexel bietet auch Seminare für diejenigen an, die ihre Fähigkeiten im Tierflüstern verbessern wollen. (ps)
Eine Einführung in die Tierkommunikation liefert Birga Dexel mit dem Vortrag „Neue Wege im Umgang mit Tieren“ am 18. September, 18.30 Uhr im Auditorium des Zoos Dresden. Eintritt: 4 Euro.
Die Heimtiermesse findet vom 21. bis 23. September in der Messe Dresden im Ostragehege statt.
Birga Dexel hält auf der Aktionsfläche der Heimtiermesse Kurzvorträge zum Thema Tierkommunikation: wie sage ich es meinem Tier. In ihrer Katzensprechstunde am Messestand in Halle 3 gibt Birga Dexel Infos und praktische Tipps zum Verhalten von Katzen und dem richtigen Umgang mit den Stubentigern.
Birga Dexel spricht in der "Tierzeit" über Tiere und Gefühle
Sonntag, 15. April 2007, 15.35 Zeit für Tiere, Bayerisches Fernsehen
Begleittext zur Sendung:
Die Gefühlswelt von Tieren
Die Beschreibung der Primatenforscherin Jane Goodall eines trauernden Schimpansenkindes ging um die Welt. Der kleine Affe Flint, der den Tod seiner Mutter nicht verwinden konnte und vor Kummer starb, hatte nichts mit Vermenschlichung von Tieren zu tun. Vielmehr verdeutlichte diese Szene, dass auch Tiere Gefühle haben - sehr ähnlich denen des Menschen. Bis vor einigen Jahren wurde dies bestritten.
Doch inzwischen hat auch die Forschung die Beobachtungen Jane Goodalls belegt. Man weiß heute mittlerweile, dass die Gefühlswelt der Säugetiere, dem der Menschen sehr ähnlich ist und dies zeigt auch der Aufbau des Gehirns. Die Größe des Gehirns ist dabei überhaupt nicht relevant, wie früher vermutet. Säugetiere erleben ihre Gefühlswelt wie Menschen und gerade deshalb scheint es auch möglich zu sein, dass Mensch und Tier in einen gefühlsmäßigen Austausch treten können.
Kleine Tiere wecken bei erwachsenen Tieren einen Schutzreflex. Es geht ihnen genauso wie einem Menschen, der ein Baby erblickt. Und umgekehrt reagieren auch Menschen auf kleine Babytiere. Wir finden sie niedlich und goldig und möchten sie bemuttern. Das Interesse an dem kleinen Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo ist das aktuelle Beispiel dafür.
Schwaches Nervenkostüm auch bei Tieren
Nicht immer ist das Gefühlsleben von Tieren ausgeglichen. Je nach Lebensumständen und Erfahrungen kann das Seelenleben und die Gefühlswelt von Tieren gestört sein. Für Hunde mit Problemen gibt es eine spezielle Therapie, die den Tieren hilft ihre Gefühle wieder neu zu sortieren. Dabei geht es nicht um das Erlernen von Befehlen und Kommandos - sondern um das Lernen von Gefühlen und von Körperwahrnehmung. Das Training nach Tellington ist eine relativ neue Methoden, die sich vorrangig mit dem Tier als individuelles Wesen beschäftigt. Verblüffend daran ist, dass auch sehr schwierige Hunde wieder sensibel für seine Umwelt werden.
Fühlende Gänse
Nicht nur Säugetiere, sondern auch Gänse suchen sich Freunde. Im Berliner Zoo hat ein Rentner die Zuneigung eines sonst eher scheuen Gänserichs Horst gewonnen. Das Tier hat ihn ein für allemal ins Herz geschlossen. Merkwürdig dabei ist, dass die Gänse genau unterscheiden können, wer für sie Freund und wer Feind ist. Tiergartenpfleger Mario bringt ihnen zwar das tägliche Futter, wird aber trotzdem von den Gänsen nicht geliebt. Wenn er kommt verjagen sie ihn wie einen Störenfried und verteidigen ihren Freund Werner Fietz. Die Tierpfleger im Berliner Zoo rätseln woran es liegt. Eine Vermutung dabei ist, dass der Rentner anders als der Tiergartenpfleger sich hinsetzt und sich damit auf Augenhöhe zu den Gänsen begibt.
Viele Tierbesitzer berichten, dass ihnen ihr Haustier immer das eigene Verhalten spiegelt. Das alles klingt nach ganz normalen Beziehungsalltag. Trotzdem ist einiges in der Tiergefühlswelt anders als beim Menschen. Wer einmal eine Kommunikation zu seinem Tier aufgebaut hat, spürt die Treue des Tieres. Menschen tauschen ihre Partner je nach dessen Vorzügen gerne aus. Funktioniert eine Beziehung nicht, dann schmeißt Mensch den Partner weg und nimmt sich den nächsten, den schöneren, der das meiste Geld hat oder erfolgreicher ist. Das tut ein Tier nicht. Tiere akzeptieren ihr Herrchen oder Frauchen so wie sie sind. Tiere haben also ganz ehrliche Gefühle mit denen man sehr behutsam umgehen sollte.
Geliebte Katze. Auch Umwege führen zum Traumberuf
Oktober 2006


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D Die Tierflüsterin
Berliner Kurier, Oktober 2006

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Schnurrende Katzen, Service Kurier 06-08/07

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Einem Mythos auf der Spur
Berliner Abendblatt, 28.03.07

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Heimtiermesse feiert Premiere
Hannoversche Allgemeine, Februar 2007

Jetzt gehts auf der ABF tierisch ab
Neue Presse, 3. Februar 2007

Trafics de Tous Poils
Terre Sauvage, Septembre 2006

Geliebte Katze 3/ 2000: Jetzt brauchen Sie ein dickes Fell




Portrait Birga Dexel von Annette Jensen
Portrait Birga Dexel
Die Nabu Projektleiterin
11.O1.2005
Hier wächst kein Baum mehr. Der Atem geht schwer. Seit Stunden reitet die Gruppe - eine Frau und vier Männer - über eine karge, blaugrüne Ebene in 4000 Meter Höhe. Die Sonne brennt. An den Berghängen haben sich Gletscher und Schneematten festgekrallt. Dort oben irgendwo müssen sie sich verstecken, die fast kein westlicher Mensch je in freier Wildbahn gesehen hat: Schneeleoparden.
Auch Birga Dexel bleibt eine Begegnung mit den scheuen Tieren bei ihrem ersten Besuch in Kirgisistan versagt. Nicht einmal eine Spur, die die Tiere bei ihren hunderte von Kilometer langen Streifzügen hinterlassen, können ihr die Wildhüter zeigen. Und doch hat die Leiterin des NABU-Projekts zum Schutz der Schneeleoparden die kräftigen Tiere mit dem dichten Fell und langen Schwanz längst in ihr Herz geschlossen: "Sie sind sehr friedfertig. Wenn sie in eine Falle geraten sind, können die Jäger sie einfach an eine Stange binden und wegtragen," sagt sie und fügt hinzu: "Und sie sind von nachhaltig beeindruckender Schönheit."
Halbierter Bestand
Genau deshalb sind Schneeleoparden jetzt vom Aussterben bedroht. Ihr beige-graues Haarkleid mit den dunklen, rosettenförmigen Flecken ist teuer wie kaum ein anderes. 260 bis 700 Tiere gibt es heute noch in Kirgisistan, wird geschätzt. Noch vor sieben Jahren sollen es mindestens doppelt so viele gewesen sein. "Wir müssen den Bestand sichern", nennt Birga Dexel das vordringliche Ziel des Projekts. Im Winter 1999 ist sie wieder vor Ort. Sie wählt die Männer aus, die Jagd auf Wilderer machen sollen. Kein einfacher Job für eine Frau in einer muslimischen Gesellschaft. "Ich musste mir erst einmal Autorität verschaffen. Aber bei einer strapaziösen, stundenlangen Wanderung durch tiefen Schnee und intensiven Auswahlgesprächen ist mir das gelungen", sagt die zierliche 32-Jährige mit den langen, blonden Haaren, die internationale Politik in Berlin und Sussex studiert und außer beim NABU auch schon bei der internationalen Artenschutzorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) in London gearbeitet hat.
Wildhüter auf dem Prüfstand
Seit Januar steht ihre Mannschaft für das Schneeleoparden-Projekt. Über einen Mittelsmann in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek hat Birga Dexel ständig Kontakt mit den Mitarbeitern vor Ort, besorgt ihnen Ferngläser und Schlafsäcke, organisiert politische und finanzielle Unterstützung. Sie schreibt Broschüren, sucht Sponsoren und korrespondiert mit Umweltschützern und Schneeleopardenexperten aus aller Welt. Die Männer in Kirgisistan nehmen derweil nicht nur Kontakt auf mit den Wildhütern im ganzen Land und versuchen herauszufinden, ob die tatsächlich zuverlässig sind oder nicht doch heimlich auf der anderen Seite arbeiten. Vor allem sollen sie die bisher noch unbekannten Handelsstrukturen aufdecken.
Birga Dexel hat darüber inzwischen ihre eigene Theorie: "Zu Sowjetzeiten gab es ein Zoo-Kombinat, das gegen harte Devisen vor allem Zoos im Westen belieferte. Dort arbeiteten Fänger als Honorarkräfte." Das Kombinat ist längst aufgelöst. Und Bedarf nach lebenden Wildtieren gibt es auch nicht mehr, weil die Veterinäre seit Mitte der achtziger Jahre wissen, wie man Schneeleoparden in Gefangenschaft züchtet. "Die Fänger sind jetzt arbeitslos", vermutet Dexel. Was ihnen blieb, ist das Wissen über die Lebensgewohnheiten der Schneeleoparden.
Der Minister gibt sich die Ehre
Konkretes herauszufinden ist schwer in einer Gesellschaft, die stark von Clans geprägt ist. Um Kungeleien zu vermeiden, hat die NABU-Projektleiterin ihre Truppe aus allen Landesteilen zusammengestellt. Von Regierungsseite hat sie sich ebenfalls starke Unterstützung organisiert: Bei ihrem zweiten Besuch wurde Birga Dexel persönlich vom frischgebackenen Umweltminister empfangen - sie war sein erster Staatsgast. Minister Tentimisch Alykulov bestätigte die Zusage seines Vorgängers, dass die NABU-Truppe auch verdeckt ermitteln und im Notfall sogar Leute festnehmen darf.
Wie man illegalen Tierhändlern auf die Spur kommt, hat die engagierte Artenschützerin vor ein paar Jahren in England einmal selbst gezeigt: Eine Kosmetikfabrikantin hatte sich gemeldet, weil ihr unter der Hand die Hörner von zwei Rhinozerossen angeboten worden waren. Bewaffnet mit einer versteckten Kamera gaben sich Birga Dexel und ein Kollege als interessierte Kundschaft aus. Die Polizei schaute sich die Videoaufnahmen an und nahm den Händler fest.
Ökotourismus statt Wilderei
Dass die Schneeleopardenjagd in Kirgisistan allein aus wirtschaftlicher Not geschieht, glaubt Birga Dexel nicht. Erst im Dezember wurde eine Frau entdeckt, die zwei Schneeleopardenfelle für 800 Dollar in der Zeitung angeboten hatte. Sie gehörte durchaus nicht zur armen kirgisischen Landbevölkerung. "Aber natürlich muss man auch die soziale Frage im Blick haben", räumt die NABU-Frau aus Berlin ein: Viele Wildhüter warteten schließlich seit Monaten vergeblich auf ihren Lohn. Deshalb unterstützt der NABU im neu eingerichteten Biosphärenreservat Issyk-Kul auch Projekte, mit denen die Menschen in dem kargen Land ihren Lebensunterhalt verdienen können: Solarlampenherstellung, Ökotourismus, eine kleine Marmeladenund Honigproduktion, einen Windenergiepark und anderes.
Viel Zeit bleibt indes nicht. Wenn es jetzt nicht gelingt, die Schneeleoparden vor Ort zu schützen, sind sie als Wildtiere unwiederbringlich verloren, weiß Birga Dexel. "Die nächsten Jahre sind die entscheidenden." Annette Jensen
Le sauvetage des especes. Le Leopard des neiges.
In: VSD August 2006.



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Emmanuelle Grundmann (2005):
Encyclopedie Milan des Animaux. Toulouse. 
Les felins victimes de leur fourrune
De nombreux félins, comme la trés rare panthère des neiges, sont chassés pour leurs peaux. Celles-ci, vendues illégalement, sont ensuite transformées en manteaux pour de trés riches acheteurs peu scrupuleux. En quelques années, plus de la moitié de la population de panthères des neiges a disparu en raison de ce braconnage. Heureusement, la lutte s'organise pour faire arrêter la chasse et le commerce illégal. De nombreux trafiquants ont ainsi déjà été arrêtés par la patrouille Panthère, créée par une Allemande, Birga Dexel, déterminée a sauver le félin.
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Quelle: Krefelder Rundschau 2003
Bei ihrer letzten Reise nach Kirgisien hat sie noch nicht einmal einen Schneeleoparden zu Gesicht bekommen. Dennoch scheut Birga Dexel keine Strapaze, wenn es um den Schutz der gefährdeten Katzen geht. Denn nur noch zwischen 260 und 700 Tiere leben dort. Noch vor sieben Jahren sollen es doppelt so viele gewesen sein.“Wir müssen den Bestand sichern“, sagt die Leiterin des Projektes zum Schutz der letzten Schneeleoparden in Kirgisistan. Aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Naturschützern und dem kirgischen Umweltministerium wurde eine Schneeleoparden-Schutzeinheit, die Gruppa Schneeleopard (Barz) aufgestellt. Die junge Berlinerin ist mehrmals in Kirgisien gewesen, um zuverlässige Männer auszuwählen, die den vormaligen Wildhütern das Handwerk legen. Denn für die Felle der Schneeleoparden werden hohe Preise gezahlt – Summen, von denen eine ganze Familie mehr als einen Monat leben kann. Der Versuchung, sich auf die Seite der Wilderer zu schlagen, kann mancher Wildhüter nicht widerstehen. Birga Dexel organisiert politische und finanzielle Hilfe, rüstet ihre Männer mit Schlafsäcken und Ferngläsern aus. Die Hüter der seltenen Schneeleoparden sind zu Pferd im unwegsamen Gelände unterwegs, halten Ausschau nach Fallen und versuchen, die Wilderer zu stellen sowie Strukturen des illegalen Handels aufzufinden. Natürlich muß man auch die soziale Frage im Auge haben, meint die Naturschützerin aus Berlin. Deshalb werden Projekte unterstützt, die den Menschen in dem kargen Land helfen, den Lebensunterhalt zu sichern: Kleine Läden, Honig-Produktion, Solarlampen-Fertigung, Windenergie-Park und Anfänge von Ökotourismus gehören dazu.
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Datum: 01.11.2002
Ressort: Lokales
Autor: Marcel Gäding
Seite: 23
Diplomatin der Tiere
Vor drei Monaten hat Birga Dexel (35) zum ersten Mal Schneeleoparden in freier Wildbahn gesehen. Mit Fernglas und Rucksack bestieg die Kreuzbergerin einen 4 500 Meter hohen Berg in Kirgistan. Geweint habe sie, als sie ein Weibchen mit ihrem Jungen beobachten konnte. Die studierte Diplomatin kämpft seit vier Jahren im Auftrag des Naturschutzbundes für die Schneeleoparden. Sie gehören zu den bedrohtesten Tierarten der Welt, werden aber wegen ihres Fells und ihrer Knochen immer wieder getötet. Die Vegetarierin bezeichnet sich als Diplomatin der Tiere, nimmt dafür weite Wege in Kauf. Heute zum Beispiel fliegt sie zu einer Konferenz nach Santiago de Chile. Eigentlich wollte Birga Dexel Biologie studieren. Das tat sie aber nicht. "Als Studentin hätte ich sinnlos Tiere töten müssen." (gäd.)
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Zum Download: Radiointerview mit Karina Heuzeroth, Tellington-Team Practitioner für Pferde und Kleintiere mit dem Inselradio Mallorca, Februar 2008 (4,3 MB)
MALLORCA 95.8 - DAS INSELRADIO - Das deutschsprachige Radio für die Balearen
Radio 1 Interview mit Birga Dexel zum Thema Urlaub mit Tieren vom 27.06.2008 (Download)
Radio 1 Interview mit Birga Dexel zum Thema Kranke Katzen vom 29.10. 2008 (zum Download)