Pressespiegel Übersicht 2006 - 2012

Tina, Nr. 2, Januar 2012: So verstehen Sie Ihre Katze.
Berliner Zeitung (BZ), 8 Dezember 2011: Marvin isst nicht, was auf den Teller kommt
Berliner Zeitung (BZ), 18.November 2011: Ein sauberes Katzenklo macht die Katze froh
Berliner Zeitung (BZ), 28.November 2011: Was tun ? Meine Katze ist in der Pubertät
Berliner Zeitung (BZ), 8. August 2011: Meine Katze klettet.
Berliner Zeitung (BZ), 2. August 2011: Wenn Zwei sich streiten ist Herrchen der Schlichter.
Berliner Zeitung (BZ), 7.Juli 2011: Die Katzenliebe in den letzten Jahren
Berliner Zeitung (BZ), 14.Juni 2011: So kommt Ihre Katze nicht in die Klemme.
Dogs Mai / Juni 2011: Ich sehe in Dich hinein. Artikel zum Thema Tierkommunikation.
Berliner Zeitung (BZ), 24. Mai 2011: Katze schleicht sich davon, warum ?.
Berliner Zeitung (BZ), 12. Mai 2011: Vivaldi für die Katze. Tiere und Musik.
Berliner Zeitung (BZ), 29.April 2011: Typisch Kater - typisch Katze ! Wie es schnurrt, ist eine Frage des Geschlechts.
Berliner Zeitung (BZ), 23. Februar 2011: Umzug auf vier Pfoten.
Berliner Zeitung (BZ), 11.März 2011: Dem Katzen-Klautrieb auf der Spur.
Berliner Zeitung (BZ), 4.April 2011: Spielregeln für die Katze.
Berliner Zeitung (BZ), 9.Dezember 2010: Was tun, wenn die Katze an den Nerven kratzt.
Berliner Zeitung (BZ), 24.November 2010: So macht's klick bei der Katze.
Zoo & Co, Freunde 4/2010: Ein Hundeherz und eine schnelle Katzenseele.
Welt der Esoterik 03/08: Harmonie im Zusammenleben mit Katzen
Geliebte Katze, August 2008: Tierkommunikation
Geliebte Katze Oktober 2006: Auch Umwege führen zum Traumberuf.
Dresder Morgenpost am Sonntag, 16.09.2007
Ratgeber Sächische Zeitung, 11. September 2007: Die Katzenflüsterin.
Bayerischer Rundfunk, 15. April 2007: Zeit für Tiere.
Berliner Kurier, Oktober 2006: Die Tierflüsterin.
Berliner Woche, Oktober 2007: Die Tier-Sprache kann man lernen.
Service Kurier, Juni - August 2007, Schnurrende Katzen.
Berliner Abendblatt, März 2007: Einem Mythos auf der Spur.
Hannoversche Allgemeine, Februar 2007: Heimtiermesse feiert Premiere.
Neue Presse, 3 Februar 2007: Jetzt gehts auf der ABF ab
Trafics de tous Poils, Terre sauvage, Setembre 2006
Geliebte Katze 3/2000: Jetzt brauchen Sie ein dickes Fell.
Le sauvetage des especes. le Leopard des neiges.
Emmanuelle Grundmann (2005): Encyclopedie Milan des Animaux, Toulouse.
Krefelder Rundschau 2003: "Barz" gegen Wilderer
1.11.2002. Diplomatin der Tiere

 

Pressesartikel chronologisch 2006 - 2012

Birga Dexel, Katzenverhalten, Tierkommunikation und Schneeleopardenschutz

 

Tina, Nr.2, 4. Januar 2012: So verstehen Sie Ihre Katze.

 

Berliner Zeitung (BZ) 8. Dezember 2011: Marvin isst nicht, was auf den Tisch kommt

 08. Dezember 2011 06.50 Uhr, BZ Edle Häppchen in Jelly oder feinstes Frischfleisch - normales, vollwertiges Katzenfutter ist Marvin nicht mehr gut genug. Höchste Zeit, dass sich der Suppenkasper daran gewöhnt, wieder das zu essen, was auf den Tisch kommt.

Viele Herrchen und Frauchen kennen das frustrierende Szenario: Da hat man seiner Mieze soeben eine Schale frisches Futter serviert - und die schnüffelt nur etwas daran und läuft pikiert weg."Katzen werden von ihren Haltern aber erst zu mäkeligen Essern erzogen", erklärt Katzen-Psychologin Birga Dexel aus Schöneberg (40), "sie lernen schnell, dass sie etwas Neues bekommen, sobald sie ihr Futter verweigern."Die Expertin gibt Tipps, die bei den mäkeligen Essern helfen können:* Keine ständige Verfügbarkeit von Futter! "Die Katze kann so nie richtig Hunger und Appetit entwickeln, da der ständige Geruch von Futter ihr die Lust am Fressen nehmen kann", so Dexel.* Keine Leckerli zwischendurch! Das Futter maximal eine Stunde stehen lassen. Wenn dann nicht gefressen wird, das Futter bis zur nächsten Mahlzeit wegräumen.* Feste Nahrungszeiten! Ausgewachsene, gesunde Katzen an zwei regelmäßige Mahlzeiten gewöhnen.* Futter lauwarm servieren!Dann mögen es die Katzen meist lieber. Vermischen Sie das Futter mit etwas heißem Wasser oder erwärmen es im Wasserbad.* Keine Plastiknäpfe! Schälchen aus natürlichen Materialien wie Glas oder Keramik werden von Katzen meist besser angenommen. Tipp: Platzieren Sie die Wassernäpfe (mindestens zwei) nicht direkt neben der Futterstelle.* Frauchen, spiel mit mir! "Oft möchte die Katze auch einfach nur mehr Aufmerksamkeit von ihrem Halter, die sie mit Futterverweigerung prompt erhält", sagt Dexel. "Dann hilft es, sich mit der Katze mehr zu beschäftigen."Wichtig: Sollte Ihre Katze nicht einfach nur mäkelig sein, sondern von einem Tag auf den anderen ihren Appetit verlieren, so stellen Sie sie umgehend einem Tierarzt vor.www.tierberatungspraxis.de, Tel. 85 96 71 61

Berliner Zeitung (BZ), 18. November 2011: Ein sauberes Katzeklo macht die Katze froh

18. November 2011 22.30 Uhr, BZ Katzen putzen ihr Fell bis zu vier Stunden am Tag. Ihre Reinlichkeit ist schon legendär. Selbstverständlich achten die Tiere auch bei ihrem stillen Örtchen peinlichst auf Sauberkeit.

Worauf es Katzen bei einer Toilette noch ankommt, erklärt die Schöneberger Katzen-Psychologin Birga Dexel (40) in der B.Z..Die Grundregel lautet: "Immer eine Katzentoilette mehr aufzustellen, als Katzen im Haushalt leben, jedes Tier braucht also zwei Toiletten", so Birga Dexel. So kann die Katze ausweichen, wenn eines der Örtchen schmutzig sein sollte."Ideal ist ein großes, stabiles Jumbo-Klo aus leicht zu reinigendem Kunststoff", so die Expertin. Nach oben hin sollte die Toilette offen sein, denn Katzen möchten ihr Umfeld jederzeit überblicken können, um sich sicher zu fühlen. Die Jumbo-Toilette (70 cm lang, 56 cm breit, 27 cm hoch) gibt es bei Fressnapf für 29,99 Euro."Die Toilette sollte an einem leicht zugänglichen, warmen und ruhigen Platz untergebracht sein", rät Birga Dexel, "keinesfalls neben den Schlaf-, Trink-, Futter- oder Spielplätzen."Jede Katze hat da ihre eigenen Vorlieben. "Achten Sie aber auf eine feine und weiche Streu, in der die Katze ihre Hinterlassenschaften problemlos verbuddeln kann", so die Expertin. "Die Streu sollte auch niemals abrupt gewechselt werden." Wichtig: Die Streu sollte nicht parfümiert sein!"Morgens und abends müssen die Hinterlassenschaften mit einer Schaufel entfernt werden, Klumpstreu macht diese Prozedur einfacher", so Birga Dexel. "Einmal pro Woche sollten die Toiletten komplett gesäubert werden."Bei der Generalreinigung sollten Sie aber unbedingt auf Reiniger verzichten, die Ammoniak enthalten. Besser: Warmes Wasser, etwas Spülmittel, Essigessenz oder Alkohol. Information: www.tierberatungspraxis.de

Berliner Zeitung, 28.September 2011. Was tun? Meine Katze ist in der Pubertät

 

Ruppige Raufspiele, lautes Maunzen oder Urin-Marken - wenn Stubentiger in die Geschlechtsreife kommen, strapazieren sie die Nerven ihrer Halter.  Er maunzt und schreit, pirscht durch die Wohnung und kratzt nach Frauchens Hand - was ist nur los mit dem Katerchen, das eben noch drollig durch die Wohnung tapste?   

"Solch ein verändertes Verhalten tritt auf, wenn Katzen mit etwa fünf bis sechs Monaten in die Geschlechtsreife kommen", sagt Katzen-Psychologin Birga Dexel (40).Und Tierärztin Jeanette Koepsel (43) weiß: "Pubertierende Kater sind oft rüpelhaft, geben gern den Macker. Sie maunzen laut, spielen ungestümer oder packen nach der streichelnden Hand ihres Halters."Tipp: Bieten Sie Ihrer Katze möglichst viel spielerische Beschäftigung, damit sie sich abreagieren kann.Kommt hingegen das Weibchen in die Geschlechtsreife, schreit und miaut sie pausenlos. Sie hinterlässt an jeder Ecke ihre Urin-Marken. Auch Kleidungsstücke werden dabei nicht verschont. Dieses Verhalten deutet auf ihre erste Rolligkeit hin, die Katze ist empfängnisbereit. "Eine rollige Katze ist extrem verschmust und anhänglich", so die Tierärztin. Duckt sich die Katze gar mit dem Vorderkörper auf den Boden und streckt dabei den Po nach oben, ist der Höhepunkt ihrer Rolligkeit erreicht. Man sollte dann besonders darauf achten, dass kein Kater in der Nähe ist, damit es nicht zu unerwünschtem Nachwuchs kommt."Ob Männlein oder Weiblein - wenn die Hormone aufkeimen, zieht es die Katzen hinaus in die weite Welt", sagt Koepsel. Die pubertierenden Stubentiger sitzen sehnsüchtig am Fenster, möchten am liebsten das Revier vor der Tür erforschen. Vorsicht bei Kippfenstern, hier können sich die Katzen leicht verletzen, wenn sie versuchen auszubüxen! Machen Sie Ihren Balkon mit einem Netz katzensicher."Freigänger-Kater dehnen ihre Streifzüge immer mehr aus, rivalisieren mit anderen Katern und favorisierte Katzendamen werden mit lautem Gemaunzte umworben", so Dexel. "Die hormonelle Umstellung bedeutet Stress für die Tiere, vor allem wenn sie keinen Partner haben." Birga Dexel rät daher, die Tiere so früh wie möglich kastrieren zu lassen. Eine Kastration von Katern kostet ca. 45 Euro, von Katzen 90 Euro.

  Berliner Zeitung (BZ) 8. August 2011: Meine Katze klettet

Wenn eine Katze ihrem Halter auf Schritt und Tritt folgt, ist das meist ein Zeichen von Langeweile. Kaum hat sich Frauchen aufs Sofa gesetzt und möchte in Ruhe fernsehen, schon kommt Mieze angesprungen und macht sich auf ihrem Schoß breit. Jegliche Bewegung wird mit einem grantigen Knurren kommentiert, aufstehen unmöglich.

Obwohl die Tiere als Einzelgänger von Natur aus bestens für ein selbstständiges Leben ausgestattet sind, gibt es Katzen, die wie Kletten an Herrchen und Frauchen kleben."Wenn eine Katze extrem anhänglich ist und ihren Halter auf Schritt und Tritt verfolgt, kann das ein Zeichen sein, dass sie zu früh von der Mutter getrennt wurde oder dass sie tagsüber schlicht unterfordert ist und sich langweilt", sagt Katzenpsychologin Birga Dexel (40) aus Schöneberg."Das Problem hat man häufig bei Single-Katzen, die nur in der Wohnung leben. "Wenn sich ein Halter vom aufdringlichen Verhalten seiner Katze gestört fühlt, muss nicht etwa dem Tier eine Grenze gesetzt werden, sondern er selbst muss umdenken", so Dexel. "Er sollte sich überlegen, wie er seiner gelangweilten Katze mehr Abwechslung bieten kann, damit sie wieder zufrieden ist."So kommt bei Mieze so schnell keine Langeweile auf: * "Spielen Sie täglich mit Ihrer Katze", so Birga Dexel.* "Statten Sie die Wohnung mit speziellem Katzen-Spielzeug aus, zum Beispiel einem sogenannten Fummelbrett", rät Tierärztin Jeanette Koepsel. "Das ist ein Brettspiel mit kleinen offenen Kästchen, in denen Leckerlis versteckt werden. Mit viel Geschick und Pfötchenfeingefühl muss sie die Leckerlis wieder herausangeln.* "Dem Langeweile-Problem kann man auch begegnen, indem man eine zweite Katze anschafft", so Birga Dexel. "Am besten vertragen sich zwei kastrierte Männchen, die sich von klein auf kennen." Weitere Informationen: www.tierberatungspraxis.de

Berliner Zeitung (BZ): 2. August 2011: Wenn zwei sich streiten, ist Herrchen der Schlichter

 

Sportlicher Schlagabtausch oder ernster Kampf - die B.Z. erklärt, was Sie über raufende Katzen wissen sollt.  Sie fauchen, boxen und jagen sich quer durch die Wohnung. Wenn Katzen miteinander raufen, kann es schon mal unsanft zur Sache gehen.

Schlichten oder cool bleiben, fragen sich dann Herrchen oder Frauchen. Katzen-Psychologin Birga Dexel (40) aus Schöneberg erklärt, was es bei streitlustigen Tieren zu beachten gibt. Freigänger-Katzen können ungeliebten Rivalen einfach aus dem Weg gehen. Im Haus gehaltene Tiere haben diese Möglichkeit nicht. "Bei Wohnungs-Katzen ist daher der Halter gefragt, die Situation zu beobachten, um einzuschätzen, ob die Kämpfe harmlos oder gefährlich sind", sagt die Expertin. Wenn zwei sich streiten ... sollte der Halter zwar schlichten, aber nicht direkt dazwischengehen:  "Schreien Sie nicht auf kämpfende Katzen ein und werfen Sie auch keine Gegenstände nach ihnen, das regt die Raufbolde noch mehr auf", warnt Dexel. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich: "Gelegentliche Raufspiele sind unter Katern durchaus typisch und kein Grund zur Besorgnis", so die Expertin. Vor allem junge Kater messen gern ihre Kräfte. Aber: "Achten Sie darauf, dass die Rangeleien stets glimpflich verlaufen und sich die Situation nach einigen Minuten wieder entspannt." * Vorsicht bei raufenden Katzen-Damen: "Wenn zwei Katzen heftig aufeinander losgehen, ist die Situation meist sehr ernst", weiß Dexel. "Denn Katzen tragen ihre Kämpfe normalerweise nicht auf körperlicher, sondern eher auf psychischer Ebene aus, sind Meister des Mobbings. Sie lassen die andere zum Beispiel nicht mehr in Ruhe aufs Katzenklo. "Wenn ein Kater mit einer Katze rauft, steckt dahinter oft ein Missverständnis: "Katzen mögen das raubeinige Spiel von Katern so gar nicht, werden davon erschreckt. "Wenn es wirklich gefährlich wird: "Unabhängig vom Geschlecht - sollten sich Katzen heftige Biss- und Kratzwunden zufügen, müssen die Raufbolde zunächst räumlich voneinander getrennt werden", sagt Dexel, "wenden Sie sich umgehend an einen Katzen-Trainer." Sollte auch der Experte die Tiere nicht befrieden können, muss sich der Halter schweren Herzens von einem der beiden trennen. Weitere Informationen unter: www.tierberatungspraxis.de

 
Berliner Zeitung (BZ), 07. Juli 2011: Die Katzenliebe in den letzten Jahren
 

 

 

Dank liebevoller Pflege und guter medizinischer Betreuung durch den Tierarzt werden Katzen heutzutage bis zu 20 Jahren alt. Die B.Z. erklärt, was Katzen-Senioren in ihren letzten Jahren für ihr Wohlbefinden brauchen.

* Eine Katze kommt etwa ab dem zwölften Lebensjahr ins Seniorenalter, aber: "Katzen sind in jeder Hinsicht Individualisten", sagt Katzen-Therapeutin Birga Dexel aus Schöneberg (40). "Ist die eine mit 14 noch topfit, kann sich eine andere bereits mit sieben Jahren nicht mehr wohl in ihrer Haut fühlen." Äußerlich verändert sich eine betagte Katze nur wenig. Umso wichtiger ist es, sie zu beobachten, um erste Zipperlein wahrzunehmen.* "Eine ältere Katze wird deutlich ruhiger und braucht besonders viel Schlaf und ein behagliches Plätzchen, an das sie sich jederzeit zurückziehen kann", so Birga Dexel. "Auch wenn sie über 20 Stunden schläft, ist das völlig normal und kein Grund zur Besorgnis. "Senioren-Katzen lieben auch mehr denn je ihre festen Rituale und reagieren unflexibel auf Veränderungen. Stress können sie einfach nicht mehr so gut verarbeiten wie noch in jungen Jahren.* Typisch für betagte Miezen ist ein verändertes Verhalten: "Sie werden zum Beispiel viel verschmuster und anhänglicher, spielen nicht mehr so viel, ihr Appetit kann entweder gesteigert oder vermindert sein", so die Expertin.* Tierärztin Renate Findeisen aus Pankow rät: "Ältere Katzen brauchen ein hochwertiges Futter, um die Nieren zu entlasten." Regelmäßiger Gesundheits-Check beim Tierarzt ist bei Senioren-Katzen besonders wichtig! "Häufig haben sie Probleme mit der Schilddrüse, den Nieren und den Gelenken, leiden unter Diabetes oder Zahnstein", so Birga Dexel. Eine an Arthrose erkrankte Katze erkennt man an ihrem steifen Gang. Mit Schmerzmitteln vom Tierarzt kann der Katze wieder zu mehr Lebensqualität verholfen werden. Das Haarkleid älterer Katzen wird oft struppiger. Regelmäßige Bürstenmassagen verhindern ein Verfilzen des Fells." Weil die Sinne bei älteren Katzen nachlassen, sind sie stärker auf die Hilfe ihrer Menschen angewiesen.

Berliner Zeitung (BZ), 14. Juni 2011:  So kommt Ihre Katze nicht in die Klemme!

 

 

Gefahren lauern im Haushalt an vielen Stellen. Häufig verletzen sich die Tiere beim Sturz vom ungesicherten Balkon oder an Kippfenstern

Die meisten Unfälle passieren bekanntermaßen zu Hause. Das betrifft nicht nur uns Menschen. Auch für Katzen lauern im Haushalt viele Gefahren. Betroffen sind vor allem junge, neugierige, aber auch unterbeschäftigte Tiere.

Katzen-Therapeutin Birga Dexel sagt, worauf Sie besonders achten müssen:* Gefahrenquelle Nummer 1 sind gekippte Fenster. "Die Katzen klettern hinauf, stecken ihren Kopf durch die Öffnung und rutschen dann den enger werdenden Schlitz hinunter. Das kann zu grauenvollen Verletzungen führen. Teilweise ersticken die Tiere auch. Wenn ihre Stimmbänder durchtrennt sind, können sie nicht einmal mehr durch Miauen auf sich aufmerksam machen", weiß Dexel. Montieren Sie ein Gitter vor die Fenster. Alternativ können Sie Holzklötze bestellen, die man in die gekippten Fenster steckt (Paar ca. 15 Euro, www.claudiskloetze.de)* Zu Knochenbrüchen und inneren Verletzungen kommt es, wenn Katzen etwa einem am Balkon vorbeifliegendem Vogel hinterherspringen. "Der Balkon muss mit einem Netz gesichert werden. Im Fachhandel gibt es welche, die nicht in die Fassade geschraubt werden müssen", so Dexel.* Achtung vor heißen Herdplatten! Katzen haben ein geringes Empfinden für Hitze und ziehen daher ihre Pfoten nicht schnell genug weg. Man muss ihnen von klein an beibringen, dass der Herd tabu ist und eventuell ein Kinderschutzgitter verwenden.* Katzen können sich an Stoffen wie Chemikalien und Putzmitteln vergiften. Immer gut wegstellen. Auch das Wasser von Schnittblumen oder aus der Gießkanne, dem Düngemittel beigemischt wurde, ist eine potenzielle Gefahrenquelle.* Überschätzt werden dagegen Waschmaschinen als Todesfalle. Denn Katzen mögen den Geruch von Waschmitteln gar nicht. "Halten Sie trotzdem die Trommel immer geschlossen und sehen Sie vor dem Waschen nach, ob es sich das Tier in der Maschine gemütlich gemacht hat", rät die Expertin.

 

Dogs Mai / Juni 2011: Ich sehe in Dich hinein. Artikel zum Thema Tierkommunikation

 

 

Wer sein Bauchgefühl trainiert, wird im Lauf der Zeit empfindlicher und kann bald mit Tieren in Verbindung treten, weiß Tierkommunikatorin Birga Dexel.

Warum macht er das? Warum läuft Schäfer­hundmischling Nero immer weg, wenn seine Besitzerin bei der Arbeit und er bei deren Mutter unterge­bracht ist? „Nero kommt aus dem Tierheim und war bereits mehrfach vermittelt wor­den", sagt Birga Dexel von der Berliner Praxis für Tierberatung. Die Mutter gab sich alle Mühe und kam, wenn die Tochter im Haus war, mit Nero gut zurecht. Ging die Tochter aber für die Arbeit aus dem Haus, lauerte Nero auf ein Schlupfloch und rannte weg.

„Ich habe dann an einem Abend mit ihm kommuniziert", erzählt die Tierberate­rin„,und dabei von ihm erfahren, dass er tatsächlich Trennungsängste hat und seine Besitzerin suchen will." Ungefähr eine Stunde habe die Kommunikation gedauert. Sechzig Minuten, in denen die Berlinerin dem Hund erklärt habe, dass Frauchen tags­über auf die Jagd gehen müsse, um für sie beide Futter zu beschaffen: „Ich habe ihm klargemacht, dass er bei der Mutter bleiben muss, weil seine Besitzerin sonst nicht weiß, wo sie ihn abends finden kann." Tierheim­hund Nero scheint das verstanden zu haben: „Er ist seither nicht mehr weggelaufen."

Birga Dexel redet mit Tieren, genau wie viele andere Männer und Frauen in der Welt es tun: „Tierkommunikation ist aber keine übersinnliche Fähigkeit und hat nichts mit Parapsychologie oder Hellsehen zu tun", sagt sie. Im Grund sei alles Intuition und Gefühl, „das gleiche Gefühl, aus dem heraus ein Hundebesitzer oft spürt, dass es seinem Liebling schlecht geht. Es gibt keine äußeren Symptome, aber irgendetwas ist komisch, man geht zum Tierarzt und der findet tat­sächlich etwas." Wer dieses Bauchgefühl trainiere, werde im Laufe der Zeit empfindli­cher und selbstsicherer und könne bald auch mit anderen 'fieren in Verbindung treten.

Dass Mensch und Tier geistig miteinan­der in Verbindung stehen können, ist wissen­schaftlich zwar nicht anerkannt, steht für viele Tierbesitzer aber fest. Das Gespür für­einander äußert sich meist in Alltäglich­keiten: Wieso werden Hunde häufig unruhig, bevor ein Familienmitglied nach Hause kommt? Wieso sind manche Vierbeiner plötzlich irgendwo im Haus verschwunden, wenn es zum Tierarzt geht? Und warum gibt es Menschen, die mit Tieren überhaupt nicht umgehen können, während andere sich mit einzelnen auf einer gemeinsamen geistigen Ebene zu befinden scheinen?

Was sogenannte Pferde- oder Hundeflüsterer tun, versteht kaum jemand. Die Gewissheit lautet trotzdem: „Der hat's einfach drauf". „Eine bessere Erklärung gibt es auch ­nicht", sagt Hundetrainer Jens Anders aus Holleben bei Halle. Der ehemalige Au­sbilder für Schutzdiensthunde und Sachver­ständige des Landes Sachsen-Anhalt für gefährliche Hunde ist heute auf  Problemhunde spezialisiert. Er sah die Arbeit einer  Tierkommunikatorin das erste Mal im ­Fernsehen: „Da saß eine weißhaarige Dame vor der Kamera und erzählte etwas darüber, wie sich ein Tier fühlt. Ich fand das eigentlich albern." Bevor er es aber ganz als Scharlatanerie abtat, wollte er zumindest wissen, ob was dran sei, und belegte einen Kurs bei Birga Dexel. "Ich habe danach auch immer wieder geübt, war mir aber nie sicher über das, was ich da vor meinem geistigen Auge sah oder glaubte, dass die Tiere es mir mitgeteilt hätten." Bis er mit einem Berner Sennenhund aus seinem Kurs „plauderte": „Das war ein er, selbstbewusster, wahnsinnig schöner Hund." Leider auch sehr aggressiv. „Seine Besitzer sind zwei Jahre zu mir in die Hundeschulee gekommen, ohne dass sich irgendwas gebessert hat. Wenn ich die Leute fragte, ob sie zu Hause wirklich alles taten, was ich ihnen empfohlen hatte, bekam ich ein Ja zur Antwort. Und trotzdem spitzte sich die Situation zu. Mittlerweile hatten die Besitzer richtig Angst vor ihm. Ich war total ratlos." Irgendwann, er stand kurz davor zu kapitulieren, nahm er den Hund zur Seite, suchte sich eine stille Ecke und konzentrier­te sich auf ihn. „Plötzlich sah ich ein Bild klar vor mir, in dem der Hund auf der Couch liegt." Vorsichtig sprach Anders die Besitzer darauf an, und die gaben zu, dass sie sich gegen den Hund nicht durchsetzen konnten und der tatsächlich gern auf der Couch liege, die er dann zähnefletschend verteidigen würde. Was war zu tun? „Wir haben erst einmal an der Angst der Hundebesitzer gearbeitet und darüber schließlich bei ihrem Hund Fortschritte gemacht."

Ist Telepathie mit Tieren Humbug? Streng wissenschaftlich betrachtet ja. Aber: Wissenschaft­ler neigen von Profession aus dazu, VorsteIlungen, die nicht naturwissenschaft­lich zu erklären sind, zu misstrauen. Allerdings die Grenze zwischen dem Inakzep­tablen und eventuell doch Möglichen auch bei ihnen fließend: Eine in den Vereinigten Staaten durchgeführte Umfrage unter knapp tausend  College-Professoren zum Beispiel ergab, dass die Mehrzahl der Naturwissenschaft­ler, 55 Prozent, die große Mehrheit der Gesellschaftswissenschaftler, 63 Prozent und die deutliche Mehrheit der Kunstprofessoren, 78 Prozent, die Meinung vertraten, dass paranormale Phänomene zumindest geprüft und untersucht werden sollten. Nur knapp zwanzig der befragten Hochschul­lehrer waren der Meinung, übersinnliche Wahrnehmungen seien „totaler Blödsinn". Dem Paranormalen gegenüber aufgeschlos­sen waren vor allem Quantenphysiker, wahrscheinlich deshalb, weil es für viele ihrer Theorien auch kaum experimentelle Beweise gibt. Beispiel Superstringtheorie: Sie ist ein Gedankenmodell, mit dem Wissen­schaftler eine Erklärung dafür haben, was die Welt zusammenhält. Nach der Theorie besteht das Zentrum des Universums aus zahllosen schwingenden Raum-Zeit-Fäden, den Strings (englisch für Saite), von denen jeder, auf eine andere Harmonie abgestimmt, Elektronen, Quarks und Neutrinos erzeugt. Mathematisch ist das zwar plausibel, ob es tatsächlich so ist, weiß aber kein Mensch. Doch ist sie deshalb falsch? „Nein, denn wenn ich nur das als real akzeptiere, was ich erklären kann, finde ich niemals etwas Neues heraus", erklärt Dr. Kerstin Wöbbecke die Sicht der Wissenschaft. Die in Branden­burg lebende Biologin hat zum Thema Tier­kommunikation mehrere Studien durch­geführt, ein abschließendes Urteil aber noch nicht gefällt. Vom Standpunkt der Wissen­schaftlerin gibt es noch viele Unklarheiten. Sie ist sich aber sicher, dass „die Fähigkeit zur telepathischen Kommunikation mit Tieren möglich ist und trainiert werden kann."

Versuche zum Thema Telepathie gab es in den vergangenen Jahren zwar weltweit in vielen Instituten und Universitäten, die erfolgreichen Ergebnisse aber hielten wissen­schaftlichen Maßstäben nicht stand - und dabei ging es „nur" um Telepathie zwischen Menschen, also Lebewesen, die die gleiche Sprache sprechen. Die Gedankenüber­tragung zwischen Mensch und Tier ist noch weniger erforscht. Vieles beruht auf einfa­chen Beobachtungen, auf Erzählungen. Die wenigen Experimente, die gemacht wurden, blieben meist ergebnislos. Eines aber erregte Aufsehen: 2003 testete der britische Biologe Rupert Sheldrake, der damalige Leiter eines parapsychologischen Forschungsprojekts der Universität Cambridge, einen Grau­papagei namens N'kisi, ein sprachliches Ausnahmetalent mit einem Wortschatz von angeblich 700 Wörtern und der Fähigkeit, in ganzen Sätzen zu antworten, und

 

 Berliner Zeitung (BZ), 24.Mai 2011: Katze schleicht sich davon


Katzen sind echte Gewohnheitstiere, bleiben ihrem Revier eigentlich ein Leben lang treu. Doch manchmal gibt es für sie Gründe, sich ein neues Zuhause zu suchen.

"Wenn Freigänger-Katzen ausziehen, dann liegt das immer daran, dass sie mit den Lebensbedingungen in ihrem alten Zuhause nicht mehr glücklich waren", sagt die Schöneberger Katzen-Expertin Birga Dexel (40), "ein neues Revier kann für ein frustriertes Tier dann eine reizvolle Alternative sein."Bei der Eroberung des neuen Terrains geht eine Katze immer schrittweise vor. Niemals fällt sie bei einer neuen Familie mit der Tür ins Haus, sondern klopft sozusagen erst mal vorsichtig an."Anfangs sitzt sie zum Beispiel nur im Garten und wartet ab, ob sie von den Menschen geduldet wird", so Birga Dexel. "Wenn sie dann ins Haus darf, leckeres Futter und Streicheleinheiten bekommt, kann sie innerhalb von zwei Monaten ganz eingezogen sein."Zurück bleiben dann die traurigen Halter, die nicht verstehen, warum ihre Katze sich einfach davongeschlichen hat. Und das kann viele Gründe haben."Oft sind es ungeliebte andere Katzen im Haushalt oder in der näheren Umgebung, die ihr das Leben plötzlich schwer machen", weiß die Expertin. "Oder es kam ein Baby oder neuer Partner in die Familie und die Katze ist nicht mehr die Nummer eins, fühlt sich vernachlässigt."Auch neues Fressen kann ein Grund sein, z. B. Diätfutter, das ein Tierarzt gegen das Übergewicht verordnet hat. Wenn die Katze dann bei einer Nachbarin schmackhaftere Häppchen serviert bekommt, könnte sie das dazu verlocken, ihr Revier zu wechseln.Oder das Tier ist von ständiger lauter Musik genervt, sucht sich einen ruhigeren Platz. Manchmal ist der Umzug auch nicht dauerhaft, sondern nur ein zweites Ausweich-Revier.Birga Dexel: "Ich kenne eine echte Teilzeit-Katze, die morgens um neun, wenn ihr Frauchen ins Büro fährt, schnurstracks zur netten Rentnerin ins Nachbarhaus wandert. Wenn ihre Halterin abends von der Arbeit kommt, wartet auch schon ihre Katze wieder vor der Tür."

Berliner Zeitung (BZ), 12.Mai 2011: Vivaldi für die Katze. Tiere und Musik


Klassik kann helfen, Ihren Hund zu beruhigen. Er entspannt sich aber nur, wenn Sie die Musik nicht zu laut stelle.  Waldi liebt Vivaldi

Mozart, Chopin, Vivaldi - klassische Musik kann sehr entspannend sein. Und das gilt auch für Haustiere.

Studien haben ergeben, dass Hamster sich wohler fühlen, wenn man ihnen Klassik vorspielt. Bei lauter Rockmusik reagierten die kleinen Nager gestresst, wurden sogar aggressiv. Einige verweigerten ihr Futter und starben. Verhaltensforscherin Deborah Wells spielte Zoo-Elefanten Mozart, Händel und Beethoven vor und bewirkte damit, dass die Tiere deutlich weniger monoton mit ihren Köpfen wackelten. "Neben klassischer Musik wirken auch Pop und sanfter Jazz beruhigend auf alle Tiere", sagt die Pankower Tierärztin Renate Findeisen. "Techno dagegen ist völlig ungeeignet. "Unter den Haustieren scheinen besonders die Vögel - Sittiche, Papageien - auf Musik zu reagieren. Gefällt ihnen eine Melodie, zwitschern sie mit. "Musik regt sie auch zu einer lebhafteren Kommunikation untereinander an", so die Tierärztin. Katzen mögen hohe Töne besonders gern. "Katzen sind oft große Opern-Fans", sagt die Expertin Birga Dexel (40) aus Schöneberg. "Vor allem lieben sie Violinen-Konzerte von Mozart oder Soprangesänge. Wenn ich zu Hause alte Barock-Musik von Händel auflege, kommen meine Katzen gleich an und schnurren. "Diese Musikliebe kann ganz praktische Folgen haben: Wenn eine Katze zum Beispiel ungern Auto fährt, kann man versuchen, ihr die Fahrt mit Mozart oder Händel schmackhaft zu machen, rät Dexel.Hunde sind ebenfalls Klassik-Fans und mögen auch ruhigen Jazz. Sie sind aber nicht erfreut, wenn Herrchen zu dynamisch in die Klaviertasten haut oder Heavy Metal hört. "Wenn Hunde anfangen, zur Musik zu jaulen, sind sie schlicht genervt", so Tierärztin Findeisen. "Sie versuchen, mit ihrer eigenen Stimme den von ihnen empfundenen Krach zu übertönen."Wer seiner Mieze etwas besonders Gutes tun will, legt statt Vivaldi eine spezielle Katzenmusik-CD auf. Die sphärischen Klänge von "Music for cats and friends" (für 17 Euro im Handel) sind für Menschen zwar kein Ohrenschmaus, aber ihre Katze wird es mögen.

 

Berliner Zeitung (BZ), 29.April 2011: Typisch Kater - typisch Katze! Wie es schnurrt, ist eine Frage des Geschlechts

 

Kater machen alles mit links. Katzen benutzen lieber beide Pfoten. Welche feinen Unterschiede es noch zwischen männlichen und weiblichen Samtpfoten gibt, erklärt Expertin Birga Dexel (40).

"Kater kann man meist schon anhand ihres äußeren Erscheinungsbildes von Katzen unterscheiden", weiß die Schöneberger Katzen-Verhaltenstherapeutin. "Sie sind größer, bringen etwa ein Pfund mehr auf die Waage als Katzen, haben meist auch einen imposanteren Kopf mit den typischen Katerbäckchen."Kein Wunder, Kater fressen schließlich auch ein Drittel mehr als Katzendamen.Mit ihrem kräftigeren Gebiss und der stärkeren Kaumuskulatur sind sie auch besser imstande, Knochen und Sehnen durchzubeißen.Was das Alltags-Verhalten anlangt, sind die Unterschiede bei unkastrierten Samtpfoten natürlich besonders deutlich: "Katzen sind die größeren Schnurris, Kater treten viel raubeiniger auf. Sie sind weniger verschmust und mimen gerne mal den dicken Max", so die Katzen-Psychologin. "Und sie raufen sich auch immer wieder mit anderen Katern."Bei ihnen herrscht das Motto "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich".Wenn sich Katzen im Ausnahmefall mal raufen, dann ist der Kampf auch äußerst ernst.Eine Kastration neutralisiert allerdings viele Unterschiede, kastrierte Kater sind noch verschmuster und anhänglicher als Katzen.Ganz unterschiedlich ist auch das Spielverhalten von jungen Tieren: "Das Spiel der Kater ist insgesamt etwas ruppiger, sie bevorzugen eher Jagdspiele, verfolgen und lauern gern auf und üben schon früh Nackenbisse", so Birga Dexel. Katzen hingegen begeistern sich eher für Geschicklichkeits-Spiele, angeln mit ihren Pfoten gerne nach Gegenständen.Aber: "Man darf nicht vergessen, dass alle Katzen Individualisten sind. Pauschale Aussagen über typisches Verhalten kann man daher nicht machen", so die Katzen-Expertin.

  

Berliner Zeitung (BZ) 4. April 2011: Spielregeln für die Katze

 

Spielregeln für die Katz

04. April 2011 10.30 Uhr, BZ Lauern und verfolgen - bei der Beschäftigungstherapie sollte der Jagdtrieb stimuliert werden. Ein voller Futternapf allein macht eine Katze nicht glücklich. Eine Expertin erklärt in der B.Z., mit welchen Spielen Sie Ihre Katze begeistern.

"Besonders in der Wohnung gehaltene Katzen langweilen sich oft und neigen zu Übergewicht", sagt die Schöneberger Katzen-Trainerin Birga Dexel (40). "Man darf aber nicht vergessen, dass unsere Stubentiger nach wie vor Raubtiere sind. Daher sollte man ihnen Spiele anbieten, die ihr Jagdfieber wecken."Doch auch Freigänger-Katzen freuen sich über gemeinsames Spielen mit ihren Menschen."Wenn sie draußen im Revier unterwegs sind, gehen sie sozusagen ihren Geschäften nach - entspanntes Spielen ist für sie auch nur in ihrem Zuhause möglich. Und das Spielen festigt außerdem die Bindung zwischen Mensch und Tier", so die Trainerin.Wichtig: Da Katzen keine Ausdauer-Tiere sind, ist es besser, mehrmals am Tag für etwa zehn Minuten mit ihnen zu spielen, als nur einmal eine halbe Stunde.Das sind die Spielregeln für die Katz:1. Eröffnen Sie das Spiel immer mit dem gleichen Geräusch, z.B. mit dem Rascheln von Butterbrotpapier. Die Katze weiß dann: Jetzt ist Spielzeit.2. Das Spielzeug darf nicht zu groß sein, sonst macht es der Katze Angst. "Gut sind zum Beispiel Plüschtiere in Maus-Größe", sagt Birga Dexel.3. Spielsachen nicht in der Wohnung herumliegen lassen."Da Katzen keine Aasfresser sind, interessieren sie sich auch nicht für unbewegte Gegenstände", erklärt die Trainerin. Nach dem Spiel verstauen Sie die Sachen am besten in einer Truhe.4. Nie Hand, Arm oder Fuß als Spielzeug einsetzen. "Katzen können Menschen schwere Biss- und Kratzwunden zufügen, wenn sie gelernt haben, ein Körperteil als Beute anzusehen", warnt Birga Dexel.5. Das Spielzeug immer von der Katze langsam wegbewegen, damit ihr Jagdinstinkt geweckt wird. Dexel: "Eine Maus würde ja auch nicht auf die Katze zugehen." Die Katze fixiert das Objekt der Begierde meist eine Weile, um plötzlich mit einem Satz auf die Beute zu springen.6. Auch ältere Katzen spielen noch gern ab und an.Weitere Informationen:Birga Dexel hält einen Vortrag über "Intelligente Spiele für Katzen". Termin: morgen, 18.30 Uhr, in Borgsdorf, Smart Vet Praxis, Rosenstraße 50.

Berliner Zeitung (BZ) 11. März 2011: Dem Katzen-Klautrieb auf der Spur.


Dem Katzen-Klautrieb auf der Spur. Dusty ist kleptoman. Warum sich Miezen manchmal mehr für Plüschtiere und Handschuhe als für Mäuse interessieren, erklärt Katzenexpertin Birga Dexel

Ziemlich dreist, dieser Kater. Der sechsjährige Dusty hat innerhalb von drei Jahren in seiner amerikanischen Heimatstadt San Mateo etwa 600 Gegenstände bei den Nachbarn geklaut. Socken, Plüschtiere, Handschuhe, Bikinis - vorm diebischen Dusty ist nichts sicher.

Die Katzen-Verhaltenstherapeutin Birga Dexel (40) aus Schöneberg erklärt das Phänomen Katzen-Klautrieb so:"Bei diebischen Katzen handelt es sich um ein natürliches Jagdverhalten, aber eben fehlgeleitet. Statt sich mit einer herkömmlichen Beute wie Maus oder Vogel zu begnügen, schleppen die Klepto-Katzen lieber Wäsche oder Plüschtiere mit ins häusliche Revier."Katzenhalter finden es sogar oft recht amüsant, wenn das Haustier ihnen Nachbars Unterhose oder Geldbeutel vor die Füße wirft. Die Klepto-Katze erntet somit noch Beifall für ihr diebisches Verhalten, fühlt sich bestätigt."Zudem sind Wäscheteile und Plüschtiere viel einfacher zu erbeuten als eine lebende Maus, an die man sich mühsam anschleichen muss", so die Katzen-Expertin.Welche Katzen klauen? "Kleptomanie kann Katzen jedes Geschlechts, jeder Rasse und Altersstufe befallen", so die Expertin. Ich gehe davon aus, dass das Verhalten erlernt wird", sagt Birga Dexel. Katzenjunge schauen sich das Klauen von Mama und Papa Mieze ab."Es handelt sich hierbei um ein reines Wohlstands-Phänomen", sagt die Expertin. "Nur eine Katze, die satt ist, kann sich erlauben, statt einer nahrhaften Maus ein Plüschtier zu erbeuten."Ist eine Therapie möglich? Birga Dexel: "Ja, aber Sie müssen konsequent sein: Ignorieren Sie das kleptomanische Verhalten in jedem Fall! Die Katze darf durch besondere Aufmerksamkeit oder Lob nicht auch noch belohnt werden." Je früher das Tier von einem Trainer therapiert wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Zeigt eine Katze das Verhalten jahrelang, ist eine Behandlung langwierig und nicht besonders aussichtsreich.Dusty im Übrigen streift immer noch durch sein Revier und klaut wie ein Rabe. Er gilt als nicht therapierbar. Die Nachbarn kommen regelmäßig vorbei, um ihre Sachen abzuholen.Wenn Sie eine kleptomanische Katze haben, schicken Sie Ihre Geschichte an Birga Dexel: kontakt@tierberatungspraxis.de.

 

Berliner Zeitung (BZ), 24.November 2010. Das stressfreie Training für Tier und Halter. So macht's klick bei der Katze. 

 

 

So macht's klick bei der Katze, 24. November 2010 05.20 Uhr, BZ

 

 Sträubt sich die Katze mal wieder dagegen, in den Transportkorb zu steigen oder sie kommt nicht, wenn man sie ruft? Da hilft ein Klick! 

Das sogenannte Klickertraining ist bei Hunde- und Pferdehaltern bereits bekannt. Auch immer mehr Katzenliebhaber schwören darauf. "Mit einem Klicker, ähnlich einem Klickfrosch für Kinder, gibt der Halter ein Signal und kann so ein erwünschtes Verhalten der Katze bestärken", erklärt Tierberaterin Birga Dexel (40), die seit vier Jahren Klickertraining für Katzen anbietet und die Methode auch bei verhaltensgestörten Tieren anwendet.Doch geeignet ist das Klickern für jede Katze. "Die meisten Wohnungskatzen sind total gelangweilt. Klickern bringt Abwechslung und Spaß!", sagt sie. Auch für Freigänger ist die Methode wichtig. Dexel sagt: "Man kann die Tiere dazu bringen, von Autos fernzubleiben und dass sie auf ein Signal hin nach Hause kommen." Sogar für taube Katzen ist sie in abgeänderter Form geeignet. "In diesem Fall verwendet man statt des Klickers einen Lichtstrahl", so Dexel.So funktioniert's: "Um ein bestimmtes Verhalten zu erreichen, sollte man jede Aufgabe in kleine Lernschritte unterteilen." Will man zum Beispiel seiner Katze beibringen, durch einen Reifen zu springen, sollte man den Reifen erst sehr tief und dann stufenweise immer höher halten. Das Timing ist beim Training besonders wichtig! Erst ein Signal geben, wenn die Katze im Transportkorb sitzt und nicht, wenn sie noch davor ist. "Das würde ein nicht gewolltes Verhalten bestärken", sagt die Beraterin.Eine Belohnung ist fester Bestandteil des stress- und gewaltfreien Trainings. "Die meisten Katzen freuen sich über ein tolles Leckerli. Manche geben sich aber auch mit Lob und Streicheleinheiten zufrieden." Mehr unter www.tierberatungspraxis.de

 

  Berliner Zeitung (BZ) 23. Februar 2011: Umzug auf Vier Pfoten. Katzen-Expertin Birga Dexel gibt Tipps, wie sich Ihre Mieze Schritt für Schritt ans neue Zuhause gewöhnt.

 

 

Umzug mit vier Pfoten
23. Februar 2011 21.20 Uhr, BZ. Katzen-Expertin Birga Dexel gibt Tipps, wie sich Ihre Mieze Schritt für Schritt ans neue Zuhause gewöhnt
 
 Zaghaft springt Mira aus dem Umzugskarton. Sie schleicht vorsichtig an einem Bücherstapel vorbei und schnuppert an herumliegenden Regalbrettern. Dann maunzt Mira ganz unglücklich. Ganz klar, die Katze fühlt sich fremd in der neuen Umgebung, sie hat Heimweh.  

 

"Ein Wohnungswechsel ist für Katzen purer Stress und verunsichert sie", sagt die Schöneberger Katzen-Verhaltenstherapeutin Birga Dexel (40). Manchmal muss Mieze auch von einer großen Wohnung in eine kleinere ziehen, und hat weniger Spielraum. Auch das Alter spielt eine Rolle. "Jüngere Katzen gewöhnen sich meist schneller an eine neue Umgebung als ältere Tiere", so Birga Dexel.So gelingt der Umzug auf vier Pfoten: "Achten Sie darauf, dass Ihre Katze möglichst wenig vom Umzug mitbekommt", rät Birga Dexel."Wenn man die ersten Kisten packt, sollten der Katze bereits Rückzugsplätze geboten werden, auf die sie ausweichen kann." Räumen Sie am besten ein Zimmer zuerst leer, und stellen Körbchen, Spielsachen und Futternäpfe der Katze hinein. "Bei einem Riesen-Umzug sollte die Katze einige Tage zu Freunden gegeben werden", sagt die Expertin. "So bekommt sie von dem Trubel nichts mit."Die Katze wird am besten in einer Transport-Box in die neue Wohnung gebracht. Ein Tuch über der Box schirmt sie von Außenreizen (Geräusche, Zugluft etc.) ab. Auch in der neuen Wohnung sollte es wieder einen Rückzugsraum für die Katze geben, bis alle Möbel an ihrem Platz stehen. Die Mieze braucht etwa zwei Wochen, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. "Nehmen Sie sich in der Eingewöhnungsphase besonders viel Zeit für Ihr Haustier. Ganz wichtig ist es, vertraute Rituale aufrechtzuerhalten. Füttern Sie Ihr Tier zum Beispiel immer zur selben Zeit. Da an Heimweh leidende Katzen manchmal versuchen, in ihre alte Wohnung zurückzukehren, müssen Türen und Fenster verschlossen sein.Infos: Tierberatungspraxis.de

 

Berliner Zeitung, 9.12.2010: Was tun, wenn die Katze an den Nerven kratzt ?
Verhaltensstörungen bei Stubentigern bleiben oft jahrelang untherapiert

09. Dezember 2010 17.30 Uhr, BZ

Bearbeitet der Stubentiger das Mobiliar seines Halters, liegt häufig eine Verhaltensstörung vor. Die Ursache könnte eine ungenügende Kratzstelle sein. Steht der Baum am falschen Ort, wie zum Beispiel in einer Abstellkammer, oder ist er sehr wackelig, sucht sich die Katze eine bessere Alternative. Eine weitere typische Störung ist das Urinieren und Koten außerhalb der Katzentoilette. Beschmutzt eine Katze ihr eigenes Heim, ist das ihr letzter Ausweg, um dem Halter zu zeigen, dass etwas nicht stimmt. "Stupsen Sie die Nase des Tieres auf keinen Fall in dessen Urin!", so Dexel.Hinter diesem Verhalten können mehrere Gründe stecken. So steht das Katzenklo vielleicht an der falschen Stelle. Häufig verweigern Stubentiger auch Haubentoiletten.Vor allem in einem Mehrkatzenhaushalt kommt es häufig zu Problemen. Die Tiere sind von Natur aus Einzelgänger und nicht sehr sozial. Oft äußert sich die Abneigung zwischen den Katzen nicht durch offene Aggression und bleibt daher vom Halter unbemerkt. Dexel weiß: "Katzen sind Meister im Mobbing!" So kann ein Tier das andere dadurch vom Katzenklo fernhalten, indem es an der Türschwelle sitzt und den Widersacher anstarrt. Letzterer traut sich dann nicht an ihr vorbei und wird auf Dauer unsauber. "Das kann der Halter dann nicht verstehen. Oft liegt die Ursache für eine Störung eben nicht auf der Hand. Bei einer Therapie sehe ich mir das Umfeld der Katze genau an. Nur so kann man feststellen, was nicht stimmt", sagt Dexel. Benimmt sich die Katze auffällig, muss man schnell reagieren! Festigen sich die ungewollten Verhaltensmuster, wird es immer schwieriger, diese dem Tier wieder abzutrainieren. Oft bleiben die Ursachen jahrelang untherapiert.

Zoo & Co, Freunde 4/2010: Ein Hundeherz und eine Katzenseele.

 

 

 

Ein Hundeherz und eine Katzenseele

 

Wenn sie sich verstehen, ist es herrlich anzusehen: Hund und Katze in trauter Zweisamkeit. Grundsätzlich gilt, dass man junge Tiere gut miteinander vergesellschaften und gemeinsam halten kann. Was aber, wenn ein Katzenhaushalt einen Hund hinzunimmt? Solch eine Entscheidung muss gut überdacht und einfühlsam durchgeführt werden, sagt Katzenexpertin Birga Dexel.


Fröhlich wedelnd inspiziert ein Hund seine neue Umgebung – und schlägt in den Augen der Katze aggressiv mit dem Schwanz. Neugierig und hektisch beschnuppert er das Sofa, den Kratzbaum und womöglich sogar die Miez persönlich – entrüstet ob dieser viel zu aufdringlichen Art legt Madame die Ohren an, was prompt als Aufforderung zum Spiel verstanden wird... Da bleibt nur die Flucht aufs Regal, von wo aus die Miez den Neuankömmling misstrauisch beobachtet.

„Das Problem ist natürlich in erster Linie die Körpersprache“, sagt Tierkommunikatorin Birga Dexel. Ihre Berliner Praxis (www.tierberatungspraxis.de) ist auf Tierkommunikation und die Verhaltenstherapie von Katzen spezialisiert. „Ob es ums Spielen, Jagen oder Schmusen geht, Hund und Katze verhalten sich dabei so unterschiedlich wie Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen“, erläutert die Fachfrau. „Nicht nur im Tierreich, auch bei uns geht es um weitaus mehr als die eigentliche Sprache, nämlich um Gesten und Verhaltensweisen, mit denen man gehörig ins Fettnäpfchen treten kann.“
Dennoch macht Birga Dexel Mut: „Es kommt auf die Individuen an. Man hat als Halter durchaus Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für die gemeinsame Haltung zu optimieren.“ Klappt es nicht mit der besten Voraussetzung – nämlich einer Katze-Hund-WG aus Jungtieren – sollte der Hund zuvor am besten in einem Katzenhaushalt aufgewachsen sein. „Er hat dann bereits eine Fremdsprache erlernt und weiß, dass dieses komische Wesen zwar anders riecht und sich seltsam benimmt, aber nicht bedrohlich ist.“ Davon, eine ältere Katze mit einem neuen Hund zu konfrontieren, rät Birga Dexel hingegen ab, sofern die Samtpfote noch nie in ihrem Leben mit Hunden zusammengelebt hat. „Das wäre ein großer Stress für das Tier.“

 

Es können die tollsten Freundschaften entstehen

Wer es wagen will, zusätzlich einen Hund ins Haus zu holen, dem empfiehlt Birga Dexel, der Katze in jedem Zimmer eine Ausflucht „nach oben“ zu bieten – also einen hohen Kratzbaum, ein Bücherregal oder andere Zufluchtsorte, von denen aus sie das unbekannte Tier beobachten, studieren und „hündisch“ lernen kann. „Viel Ruhe und Geduld muss der Mensch außerdem mitbringen und darauf achten, beide Tiere gleichermaßen zu berücksichtigen, anstatt sich nur um den Neuankömmling zu kümmern – sonst kommt es bei Katzen gerne zu Eifersucht und Verhaltensauffälligkeiten.“

Glückt jedoch die Vergesellschaftung, kann das die schönsten Freundschaften ergeben. „Ich habe im Berufsalltag schon viele tolle Geschichten erlebt“, berichtet Birga Dexel. „Da wird wechselseitig der Nachwuchs aufgezogen und bemuttert; man hilft sich bei der Verteidigung gegen Artgenossen oder tritt sogar als Gauner-Duo auf – der Hund öffnet den Schrank, die Katze klaut daraus die Leckerlis.“ Was übrigens nicht bedeutet, dass die Tiere aus einem Napf fressen sollten! „Beide müssen bei ihrer eigens für sie zusammengestellten Nahrung bleiben, sonst kann es zu Mangelerscheinungen kommen.“ So sei Katzenfutter sehr eiweißhaltig, Hundefutter hingegen reicher an Kohlehydraten. Am besten ist es ohnehin, die Katze an einer erhöhten, sicheren Stelle zu füttern – damit sie trotz aller Freundschaft beim Fressen ihre Ruhe vor der freundlich schnuppernden Hundeschnauze hat.

 

 Welt der Esoterik 03/08
Harmonie im Zusammenleben mit Katzen

 

Geliebte Katze August 2008, Tierkommunikation


Geliebte Katze 2006, Beruf:  Auch Umwege führen zum Traumberuf


Dresdner Morgenpost am Sonntag, 16.09.07
"Schöne Birga versteht die Sprache der Tiere"

 

 

 Ratgeber Sächsische Zeitung, 11. September 2007: "Die Katzenflüsterin", http://www.sz-online.de/

Die Katzen-Flüsterin Birga Dexel lehrt, wie sich Mensch und Tier besser verständigen. Sie kommt zur Dresdner Tiermesse. Ich schau Dir in die Augen, Kleines!“ Mancher Katzenhalter gäbe viel darum, den rätselhaften Blick seiner Samtpfote entschlüsseln zu können. Denn immer mehr Katzen zeigen Verhaltensauffälligkeiten, die der Mensch oft nicht richtig zu deuten weiß. Dabei gibt es stets gute Gründe, wenn der Stubentiger plötzlich bissig wird oder den Perserteppich als Katzenklo missbraucht. Doch leider sprechen wir nicht Minkas Sprache.
„Tun wir doch!“ behauptet die Tierkommunikatorin Birga Dexel, die in Berlin eine Praxis für Tierberatung führt. Zwar existieren weder Wörterbücher noch Volkshochschul-Kurse für Kätzisch, aber mit Anleitung und etwas Übung kann jeder lernen, sich ohne Worte mit seinem Tier zu verständigen.

Birga Dexel setzt bei der Vermittlung zwischen Mensch und Tier auf das Einfühlungsvermögen und die Intuition, bekannt als Bauchgefühl. Beides ist jedem Menschen angeboren. Intuition hilft, die Grenze zwischen Mensch und Tier zu überwinden, Wünsche und Gefühle des tierischen Mitbewohners wie Schmerzen oder Einsamkeit besser zu verstehen. Mit Tieren zu sprechen bedeutet, sich in das Tier einzufühlen. Wenn wir nach Hause kommen und noch bevor wir die Tür geöffnet haben wissen, dass es unserem Tier nicht gut geht, dann sind das Botschaften, die wir intuitiv empfangen haben. Die Katze, die sonst jeden Morgen pünktlich zum Fressen kommt, nur an dem Morgen nicht, an dem sie zum Tierarzt soll, handelt ebenfalls intuitiv.

Tieren kann viel Stress erspart werden, wenn es uns gelingt, das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Spüren sie aber Herrchens Unruhe vor dem Arztbesuch oder vor Antritt einer größeren Reise, dann überträgt sich das. Ein Kommunikationsproblem haben auch der Kater, der allein den Kühlschrank öffnen kann, und dessen Besitzer. Einerseits ist dieser genervt und will seinen Kater erziehen, andererseits ist er stolz auf seinen intelligenten Vierbeiner. Diese gemischten Gefühle muss das Tier missverstehen, hier wird es zu keiner Einigung kommen.

Ist solch ein Ärger einmal da, glätten Tierkommunikatoren als „Mensch-Tier-Dolmetscher“ die Wogen und zeigen Wege aus der Krise. Sie können manchmal sogar erspüren, wo sich entlaufene Tiere aufhalten und ob sie sich in Gefahr befinden. Wer die Dienste eines solchen Spezialisten in Anspruch nehmen möchte, muss mit Kosten von rund 50 Euro pro Sitzung rechnen. Die meisten Schwierigkeiten lassen sich schon mit zwei Sitzungen beheben. Birga Dexel bietet auch Seminare für diejenigen an, die ihre Fähigkeiten im Tierflüstern verbessern wollen. (ps)

Eine Einführung in die Tierkommunikation liefert Birga Dexel mit dem Vortrag „Neue Wege im Umgang mit Tieren“ am 18. September, 18.30 Uhr im Auditorium des Zoos Dresden. Eintritt: 4 Euro.
Die Heimtiermesse findet vom 21. bis 23. September in der Messe Dresden im Ostragehege statt.
Birga Dexel hält auf der Aktionsfläche der Heimtiermesse Kurzvorträge zum Thema Tierkommunikation: wie sage ich es meinem Tier. In ihrer Katzensprechstunde am Messestand in Halle 3 gibt Birga Dexel Infos und praktische Tipps zum Verhalten von Katzen und dem richtigen Umgang mit den Stubentigern.

Birga Dexel spricht in der "Tierzeit" über Tiere und Gefühle
Sonntag, 15. April 2007, 15.35 Zeit für Tiere, Bayerisches Fernsehen

Begleittext zur Sendung:
Die Gefühlswelt von Tieren
Tiere und GefühleDie Beschreibung der Primatenforscherin Jane Goodall eines trauernden Schimpansenkindes ging um die Welt. Der kleine Affe Flint, der den Tod seiner Mutter nicht verwinden konnte und vor Kummer starb, hatte nichts mit Vermenschlichung von Tieren zu tun. Vielmehr verdeutlichte diese Szene, dass auch Tiere Gefühle haben - sehr ähnlich denen des Menschen. Bis vor einigen Jahren wurde dies bestritten.

Doch inzwischen hat auch die Forschung die Beobachtungen Jane Goodalls belegt. Man weiß heute mittlerweile, dass die Gefühlswelt der Säugetiere, dem der Menschen sehr ähnlich ist und dies zeigt auch der Aufbau des Gehirns. Die Größe des Gehirns ist dabei überhaupt nicht relevant, wie früher vermutet. Säugetiere erleben ihre Gefühlswelt wie Menschen und gerade deshalb scheint es auch möglich zu sein, dass Mensch und Tier in einen gefühlsmäßigen Austausch treten können.
Kleine Tiere wecken bei erwachsenen Tieren einen Schutzreflex. Es geht ihnen genauso wie einem Menschen, der ein Baby erblickt. Und umgekehrt reagieren auch Menschen auf kleine Babytiere. Wir finden sie niedlich und goldig und möchten sie bemuttern. Das Interesse an dem kleinen Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo ist das aktuelle Beispiel dafür.

Schwaches Nervenkostüm auch bei Tieren
Nicht immer ist das Gefühlsleben von Tieren ausgeglichen. Je nach Lebensumständen und Erfahrungen kann das Seelenleben und die Gefühlswelt von Tieren gestört sein. Für Hunde mit Problemen gibt es eine spezielle Therapie, die den Tieren hilft ihre Gefühle wieder neu zu sortieren. Dabei geht es nicht um das Erlernen von Befehlen und Kommandos - sondern um das Lernen von Gefühlen und von Körperwahrnehmung. Das Training nach Tellington ist eine relativ neue Methoden, die sich vorrangig mit dem Tier als individuelles Wesen beschäftigt. Verblüffend daran ist, dass auch sehr schwierige Hunde wieder sensibel für seine Umwelt werden.

Fühlende Gänse
Nicht nur Säugetiere, sondern auch Gänse suchen sich Freunde. Im Berliner Zoo hat ein Rentner die Zuneigung eines sonst eher scheuen Gänserichs Horst gewonnen. Das Tier hat ihn ein für allemal ins Herz geschlossen. Merkwürdig dabei ist, dass die Gänse genau unterscheiden können, wer für sie Freund und wer Feind ist. Tiergartenpfleger Mario bringt ihnen zwar das tägliche Futter, wird aber trotzdem von den Gänsen nicht geliebt. Wenn er kommt verjagen sie ihn wie einen Störenfried und verteidigen ihren Freund Werner Fietz. Die Tierpfleger im Berliner Zoo rätseln woran es liegt. Eine Vermutung dabei ist, dass der Rentner anders als der Tiergartenpfleger sich hinsetzt und sich damit auf Augenhöhe zu den Gänsen begibt.
Viele Tierbesitzer berichten, dass ihnen ihr Haustier immer das eigene Verhalten spiegelt. Das alles klingt nach ganz normalen Beziehungsalltag. Trotzdem ist einiges in der Tiergefühlswelt anders als beim Menschen. Wer einmal eine Kommunikation zu seinem Tier aufgebaut hat, spürt die Treue des Tieres. Menschen tauschen ihre Partner je nach dessen Vorzügen gerne aus. Funktioniert eine Beziehung nicht, dann schmeißt Mensch den Partner weg und nimmt sich den nächsten, den schöneren, der das meiste Geld hat oder erfolgreicher ist. Das tut ein Tier nicht. Tiere akzeptieren ihr Herrchen oder Frauchen so wie sie sind. Tiere haben also ganz ehrliche Gefühle mit denen man sehr behutsam umgehen sollte.





Berliner Kurier, Oktober 2006: Die Tierflüsterin




Berliner Woche, 10.10.07 "Die Tier-Sprache kann man lernen"

 

Schnurrende Katzen, Service Kurier 06-08/07




Berliner Abendblatt, 28.03.07:
Einem Mythos auf der Spur



 


Hannoversche Allgemeine, Februar 2007:
Heimtiermesse feiert Premiere

 


Neue Presse, 3. Februar 2007:
Jetzt gehts auf der ABF tierisch ab

 


Terre Sauvage, Septembre 2006:
Trafics de Tous Poils

 

Geliebte Katze 3/ 2000: Jetzt brauchen Sie ein dickes Fell

 

   Naturschutzheute 2005: Portrait Birga Dexel von Annette Jensen

 

Portrait Birga Dexel, Die Nabu Projektleiterin

11.O1.2005

Hier wächst kein Baum mehr. Der Atem geht schwer. Seit Stunden reitet die Gruppe - eine Frau und vier Männer - über eine karge, blaugrüne Ebene in 4000 Meter Höhe. Die Sonne brennt. An den Berghängen haben sich Gletscher und Schneematten festgekrallt. Dort oben irgendwo müssen sie sich verstecken, die fast kein westlicher Mensch je in freier Wildbahn gesehen hat: Schneeleoparden.

Auch Birga Dexel bleibt eine Begegnung mit den scheuen Tieren bei ihrem ersten Besuch in Kirgisistan versagt. Nicht einmal eine Spur, die die Tiere bei ihren hunderte von Kilometer langen Streifzügen hinterlassen, können ihr die Wildhüter zeigen. Und doch hat die Leiterin des NABU-Projekts zum Schutz der Schneeleoparden die kräftigen Tiere mit dem dichten Fell und langen Schwanz längst in ihr Herz geschlossen: "Sie sind sehr friedfertig. Wenn sie in eine Falle geraten sind, können die Jäger sie einfach an eine Stange binden und wegtragen," sagt sie und fügt hinzu: "Und sie sind von nachhaltig beeindruckender Schönheit."

Halbierter Bestand


Genau deshalb sind Schneeleoparden jetzt vom Aussterben bedroht. Ihr beige-graues Haarkleid mit den dunklen, rosettenförmigen Flecken ist teuer wie kaum ein anderes. 260 bis 700 Tiere gibt es heute noch in Kirgisistan, wird geschätzt. Noch vor sieben Jahren sollen es mindestens doppelt so viele gewesen sein. "Wir müssen den Bestand sichern", nennt Birga Dexel das vordringliche Ziel des Projekts. Im Winter 1999 ist sie wieder vor Ort. Sie wählt die Männer aus, die Jagd auf Wilderer machen sollen. Kein einfacher Job für eine Frau in einer muslimischen Gesellschaft. "Ich musste mir erst einmal Autorität verschaffen. Aber bei einer strapaziösen, stundenlangen Wanderung durch tiefen Schnee und intensiven Auswahlgesprächen ist mir das gelungen", sagt die zierliche 32-Jährige mit den langen, blonden Haaren, die internationale Politik in Berlin und Sussex studiert und außer beim NABU auch schon bei der internationalen Artenschutzorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) in London gearbeitet hat.

Wildhüter auf dem Prüfstand

Seit Januar steht ihre Mannschaft für das Schneeleoparden-Projekt. Über einen Mittelsmann in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek hat Birga Dexel ständig Kontakt mit den Mitarbeitern vor Ort, besorgt ihnen Ferngläser und Schlafsäcke, organisiert politische und finanzielle Unterstützung. Sie schreibt Broschüren, sucht Sponsoren und korrespondiert mit Umweltschützern und Schneeleopardenexperten aus aller Welt. Die Männer in Kirgisistan nehmen derweil nicht nur Kontakt auf mit den Wildhütern im ganzen Land und versuchen herauszufinden, ob die tatsächlich zuverlässig sind oder nicht doch heimlich auf der anderen Seite arbeiten. Vor allem sollen sie die bisher noch unbekannten Handelsstrukturen aufdecken.

Birga Dexel hat darüber inzwischen ihre eigene Theorie: "Zu Sowjetzeiten gab es ein Zoo-Kombinat, das gegen harte Devisen vor allem Zoos im Westen belieferte. Dort arbeiteten Fänger als Honorarkräfte." Das Kombinat ist längst aufgelöst. Und Bedarf nach lebenden Wildtieren gibt es auch nicht mehr, weil die Veterinäre seit Mitte der achtziger Jahre wissen, wie man Schneeleoparden in Gefangenschaft züchtet. "Die Fänger sind jetzt arbeitslos", vermutet Dexel. Was ihnen blieb, ist das Wissen über die Lebensgewohnheiten der Schneeleoparden.

Der Minister gibt sich die Ehre

Konkretes herauszufinden ist schwer in einer Gesellschaft, die stark von Clans geprägt ist. Um Kungeleien zu vermeiden, hat die NABU-Projektleiterin ihre Truppe aus allen Landesteilen zusammengestellt. Von Regierungsseite hat sie sich ebenfalls starke Unterstützung organisiert: Bei ihrem zweiten Besuch wurde Birga Dexel persönlich vom frischgebackenen Umweltminister empfangen - sie war sein erster Staatsgast. Minister Tentimisch Alykulov bestätigte die Zusage seines Vorgängers, dass die NABU-Truppe auch verdeckt ermitteln und im Notfall sogar Leute festnehmen darf.

Wie man illegalen Tierhändlern auf die Spur kommt, hat die engagierte Artenschützerin vor ein paar Jahren in England einmal selbst gezeigt: Eine Kosmetikfabrikantin hatte sich gemeldet, weil ihr unter der Hand die Hörner von zwei Rhinozerossen angeboten worden waren. Bewaffnet mit einer versteckten Kamera gaben sich Birga Dexel und ein Kollege als interessierte Kundschaft aus. Die Polizei schaute sich die Videoaufnahmen an und nahm den Händler fest.

Ökotourismus statt Wilderei

Dass die Schneeleopardenjagd in Kirgisistan allein aus wirtschaftlicher Not geschieht, glaubt Birga Dexel nicht. Erst im Dezember wurde eine Frau entdeckt, die zwei Schneeleopardenfelle für 800 Dollar in der Zeitung angeboten hatte. Sie gehörte durchaus nicht zur armen kirgisischen Landbevölkerung. "Aber natürlich muss man auch die soziale Frage im Blick haben", räumt die NABU-Frau aus Berlin ein: Viele Wildhüter warteten schließlich seit Monaten vergeblich auf ihren Lohn. Deshalb unterstützt der NABU im neu eingerichteten Biosphärenreservat Issyk-Kul auch Projekte, mit denen die Menschen in dem kargen Land ihren Lebensunterhalt verdienen können: Solarlampenherstellung, Ökotourismus, eine kleine Marmeladen­und Honigproduktion, einen Windenergiepark und anderes.

Viel Zeit bleibt indes nicht. Wenn es jetzt nicht gelingt, die Schneeleoparden vor Ort zu schützen, sind sie als Wildtiere unwiederbringlich verloren, weiß Birga Dexel. "Die nächsten Jahre sind die entscheidenden." Annette Jensen


nach oben


 

Le sauvetage des especes. Le Leopard des neiges.In: VSD August 2006.

 

Emmanuelle Grundmann (2005):
Encyclopedie Milan des Animaux. Toulouse.


Les felins victimes de leur fourrune

De nombreux félins, comme la trés rare pan­thère des neiges, sont chassés pour leurs peaux. Celles-ci, vendues illégalement, sont ensuite transformées en manteaux pour de trés riches acheteurs peu scrupuleux. En quelques années, plus de la moitié de la population de panthères des neiges a disparu en raison de ce braconnage. Heureusement, la lutte s'organise pour faire arrêter la chasse et le commerce illégal. De nombreux trafiquants ont ainsi déjà été arrêtés par la patrouille Panthère, créée par une Allemande, Birga Dexel, détermi­née a sauver le félin.


„Barz“ gegen Wilderer, Krefelder Rundschau 2003

Bei ihrer letzten Reise nach Kirgisien hat sie noch nicht einmal einen Schneeleoparden zu Gesicht bekommen. Dennoch scheut Birga Dexel keine Strapaze, wenn es um den Schutz der gefährdeten Katzen geht. Denn nur noch zwischen 260 und 700 Tiere leben dort. Noch vor sieben Jahren sollen es doppelt so viele gewesen sein.“Wir müssen den Bestand sichern“, sagt die Leiterin des Projektes zum Schutz der letzten Schneeleoparden in Kirgisistan. Aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Naturschützern und dem kirgischen Umweltministerium wurde eine Schneeleoparden-Schutzeinheit, die Gruppa Schneeleopard (Barz) aufgestellt. Die junge Berlinerin ist mehrmals in Kirgisien gewesen, um zuverlässige Männer auszuwählen, die den vormaligen Wildhütern das Handwerk legen. Denn für die Felle der Schneeleoparden werden hohe Preise gezahlt – Summen, von denen eine ganze Familie mehr als einen Monat leben kann. Der Versuchung, sich auf die Seite der Wilderer zu schlagen, kann mancher Wildhüter nicht widerstehen. Birga Dexel organisiert politische und finanzielle Hilfe, rüstet ihre Männer mit Schlafsäcken und Ferngläsern aus. Die Hüter der seltenen Schneeleoparden sind zu Pferd im unwegsamen Gelände unterwegs, halten Ausschau nach Fallen und versuchen, die Wilderer zu stellen sowie Strukturen des illegalen Handels aufzufinden. Natürlich muß man auch die soziale Frage im Auge haben, meint die Naturschützerin aus Berlin. Deshalb werden Projekte unterstützt, die den Menschen in dem kargen Land helfen, den Lebensunterhalt zu sichern: Kleine Läden, Honig-Produktion, Solarlampen-Fertigung, Windenergie-Park und Anfänge von Ökotourismus gehören dazu.

Diplomantin der Tiere, Berliner Zeitung


Datum: 01.11.2002
Ressort: Lokales
Autor: Marcel Gäding
Seite: 23

Diplomatin der Tiere

Vor drei Monaten hat Birga Dexel (35) zum ersten Mal Schneeleoparden in freier Wildbahn gesehen. Mit Fernglas und Rucksack bestieg die Kreuzbergerin einen 4 500 Meter hohen Berg in Kirgistan. Geweint habe sie, als sie ein Weibchen mit ihrem Jungen beobachten konnte. Die studierte Diplomatin kämpft seit vier Jahren im Auftrag des Naturschutzbundes für die Schneeleoparden. Sie gehören zu den bedrohtesten Tierarten der Welt, werden aber wegen ihres Fells und ihrer Knochen immer wieder getötet. Die Vegetarierin bezeichnet sich als Diplomatin der Tiere, nimmt dafür weite Wege in Kauf. Heute zum Beispiel fliegt sie zu einer Konferenz nach Santiago de Chile. Eigentlich wollte Birga Dexel Biologie studieren. Das tat sie aber nicht. "Als Studentin hätte ich sinnlos Tiere töten müssen." (gäd.)

nach oben