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Was ist Tier-
kommunikation
?
Wie funktioniert Tier-
kommunikation?
Intuition und Logik Intuition
und
Wissenschaft
Wo sitzt die Intuition?
Was ist intuitive Kommunikation mit dem Tier?
Intuitive Tierberatung / Tierkommunikation

Intuitive Tierberatung, manche bezeichnen sie auch als Tierkommunikation, bedeutet sich mithilfe intuitiver Wahrnehmung mit einem Tier zu verständigen. Intuitive Intelligenz heißt zu Wissen und Eingebungen zu gelangen, ohne genau erklären zu können, woher diese stammen. Für den französischen Philosoph Rousseau war Intuition „ die souveräne Intelligenz, die mit einem Blinzeln die Wahrheit aller Dinge erkannte, im Gegensatz zum leeren und enttäuschenden Bücherwissen“. Wenn wir Entscheidungen treffen, weil sie sich richtig anfühlen, auch wenn wir dies logisch nicht erklären können, dann handeln wir intuitiv oder, wie es im Volksmund formulieren würde, „aus dem Bauch“ heraus.

Viele Menschen haben schon die Erfahrung gemacht, dass man an jemanden denkt und just in diesem Augenblick klingelt das Telefon oder wir erhalten einen Brief oder eine e- mail von diesem Menschen. Und selbst über das Telefon oder lange Distanzen spüren wir, wenn es unseren Lieben nicht gut geht, ohne das Worte darüber gewechselt worden wären.
Intuition überwindet Artgrenzen

Intuition überwindet die Artgrenzen zwischen Mensch und Tier und stellt eine direkte und unmittelbare Möglichkeit da, in Kontakt miteinander zu treten. Wenn wir nach Hause kommen und wissen, noch bevor wir die Tür geöffnet haben, dass es unserem Tiergefährten nicht gut geht, dann sind das Informationen, die wir intuitiv empfangen haben. Die Katze, die sonst jeden Morgen pünktlich zum Fressen kommt, nur an dem Morgen nicht, an dem sie zum Tierarzt soll, oder der Hund, der kurz vor der Heimkehr seines Menschen auf ihn wartet, ohne zu wissen, wann genau dieser zurückkommt, handeln ebenfalls aufgrund von intuitiven Wahrnehmungen.

„Die Intuition ist nichts Mystisches. Intuition ist Logik“ wie Dr. James D. Watson, Nobelpreisträger und Mitentdecker der DNS konstatierte. Intuitive Fähigkeiten sind nicht übersinnlicher Natur, sondern Teil unseres biologischen Erbes, das wir mit vielen anderen Arten teilen.

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Wie funktioniert Tierkommunikation?

Tierkommunikation nach Penelope Smith (Autorin: Gespräche mit Tieren) bedeutet die Perspektive des Tieres einzunehmen, im übertragenen Sinne in seine „Haut“ bzw. sein Fell oder Federn zu schlüpfen, was nichts anderes heißt als sich intuitiv einzufühlen. Tierkommunikation ist keine übersinnliche Fähigkeit wie z.B. andere parapsychologische Phänomene wozu u.a. Hellsehen oder Telekinese gehören, sondern ist eher mit der Tierpsychologie verwandt.

Tierkommunikation bedient sich eines normalen Sinnes, der bei vielen Menschen nur nicht richtig entwickelt, da nicht trainiert, wurde. Ein Tierkommunikator ist kein Tierhellseher, sondern ein Tierübersetzer oder Tierdolmetscher, jemand der aufgrund von Training sowie Sensibilität und Empathie den Tieren gegenüber, Erkenntnisse und Informationen gewinnen kann. Ein guter Therapeut und ein Humanmediziner bedient sich oftmals der gleichen Methode des intuitiven Einfühlens. (siehe auch Brigitte Ausfeld-Hafter 1999: Intuition in der Medizin)

Von der Arbeit mit Menschen wissen wir, dass gerade das Einfühlen, die sogenannte Empathie ein wichtiger Faktor ist, zu tiefergehenden oder spontanen Einsichten und Erkenntnissen zu erlangen. Empathie ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation, der Verständigung mit anderen Menschen und mit Tieren. Die Fähigkeit uns in andere Lebewesen einfühlen zu können, ist Teil unserer Lebensfähigkeit bzw. Überlebensfähigkeit. Homo sapiens und seine Vorgänger haben von Beginn an mit anderen Arten zusammen leben müssen. Evolutionär betrachtet macht es demnach durchaus Sinn, dass es die Überlebenschancen erhöht, wenn man andere Arten versteht, sie einschätzen kann, ob sie z.B. gefährlich sind oder nicht und was sie im Schilde führen.

Für Tiertrainer oder Dompteure wäre es fatal, sich der Gefühlslage ihrer Schützlinge nicht in jedem Augenblick bewusst zu sein. Dies könnte bei Tieren, die dem Menschen ernsthaft verletzten könnten wie Raubkatzen, Elefanten oder Bären, um nur einige Beispiele zu nennen, fatale Folgen haben. Das intuitive Wahrnehmen spielt dort eine ganz große Rolle.

Wird das sogenannte „Bauchhirn“ beim Umgang mit Tieren „bewusst“ eingesetzt, kann dies zu einer tieferen Form der Verständigung und Harmonie mit dem Tier führen. Fühlt das Tier sich verstanden, können sich neue Möglichkeiten für die Lösung von Problemen zwischen Mensch und Tier auftun.


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Intuition und Verstand als sich ergänzende und nicht gegensätzliche Aspekte

Intuitives Herangehen heißt nicht, den Verstand auszuschalten. Die Intuition ist die ältere Schwester des Verstandes, wie es ein Philosoph mal treffend formulierte. Das bedeutet, dass beide Hand in Hand arbeiten sollten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Durch Intuition gewonnene Erkenntnisse müssen mit der Realität abgeglichen werden, um zur besten Entscheidung gelangen zu können. Konkret heißt das, dass wir uns natürlich mit den artspezifischen Bedürfnissen und Gewohnheiten der Tiere vertraut machen müssen, mit denen wir zu tun haben. Wir können unsere Intuition z. B. einsetzen, um herausfinden, ob es unseren Haustieren gut geht oder ob sie z.B. irgendwo Schmerzen haben. Sie könnte uns helfen zu erspüren, wo das Problem liegen könnte. Eine weiteres Beispiel unter vielen wäre die Katze, die plötzlich auf dem Teppich uriniert oder das Pferd, das plötzlich beim Reiten buckelt oder der Papagei, der sich das eigene Gefieder ausreißt. Die Intuition kann uns auf die richtige Spur bringen, wo die Ursachen und Lösungen zu finden sind. Auch kann uns die Intuition manchmal helfen, vermisste Tiere wieder aufzuspüren oder einfach mehr über das Tier zu erfahren.

Der berühmte Mathematiker Poincaré sagte, dass wir durch Intuition entdecken und durch Logik beweisen. Intuitives Herangehen komplementiert aber ersetzt z.B. im Falle von Erkrankungen nicht den Besuch beim Tierarzt, der unseren Befund mithilfe eigener Diagnosemöglichkeiten verifizieren oder falsifizieren kann.

Dies bedeutet auch im Umgang mit Tieren, dass es nicht ratsam ist, sich in gefährliche Situationen zu begeben, nur weil wir meinen, unsere Intuition würde uns mitteilen, dass wir dort heil wieder raus kämen. Das beste Beispiel für eine solche Fehleinschätzung ist der Kanadier Timonthy Treadwell, der einige Sommer in der kanadische Wildnis in der unmittelbaren Nachbarschaft von Grizzlybären verbrachte und diese durch seine Präsenz zu schützen versuchte. Obwohl sein Anliegen und seine Liebe zu den Bären echt waren, hat er die Tatsache, dass es sich um wildlebende Raubtiere handelt trotz besseren Wissens negieren wollen und verstarb im Oktober 2003 zusammen mit seiner Freundin nach einem Angriff durch ein junges Grizzlybärmännchen. (siehe auch Infos zum Doku-Film von Werner Herzog 2003, Grizzly Man. www.grizzlyman.com).


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Was ist Intuition?
Wissenschaft und Intuition

Dr. James Watson steht nicht alleine mit seiner Einschätzung bezüglich der Bedeutung von Intuition dar. Auch Einstein war der Ansicht, dass seine Ideen ihm zuerst als intuitive Eingebung, die er dann aber durch analytisches Denken verifizieren müsse, kämen. Das Resultat intuitiver Erkenntnis wird auch als Inspiration, Enthüllung, übersinnliche oder gar mystische Erfahrung bezeichnet. Plato nannte es gar göttlichen Wahnsinn.

Die besten Beispiele glücklicher Eingebungen sind etwa die Entdeckung der Gravitation durch Isaac Newton bei der müßigen Beobachtung eines fallenden Apfels, oder ArchimedesHeureka-Erlebnis“. Dieser soll laut Heureka rufend durch Syrakus gelaufen sein, nachdem er in der Badewanne das nach ihm benannte Archimedische Prinzip entdeckt hatte.

Bei großen Entdeckern der Naturwissenschaften ging die intuitive Inspiration oftmals dem wissenschaftlichen Beweis voraus. Sowohl Galileo Galilei als auch Isaac Newton zeichneten erst ihre Einsichten geometrisch auf - und machten sich erst hinterher an die Experimente, um das Resultat einsichtig und den Laien verständlich zu machen.

Wo sitzt die Intuition im menschlichen Körper?

Dass Menschen über Intuition verfügen und das diese eine Rolle im Leben des Menschen spielt, ist mittlerweile unumstritten. Seitens der Wissenschaft wird derzeit versucht, den physiologischen Sitz des intuitiven Wissens zu lokalisieren. Dabei stießen die Gehirnforscher auf die Stirnlappen und die Neurologen auf das Bauchhirn (enterische Nervensystem) im menschlichen Körper, die mit der Intuition verbunden sind (siehe Damasio 1999 und Luczak 2000). Die Entdeckung des Bauchhirns bestätigt, was der Volksmund schon lange weiß: Jeder kennt den Tatbestand, „aus dem Bauch heraus“ etwas zu entscheiden; im angelsächischen Kulturkreis auch als „gut feeling“ bekannt.

Aktuelle neurologische Forschungsergebnisse wie z.B. die des Neurologen Antonio Damasio belegen in eindrucksvoller Weise das Ausmaß und die Bedeutung der Emotionen und Affekte für ein gesundes und effektives Denken und Handeln. In seinem Buch Descartes' Irrtum schildert er Fallgeschichten von Patienten, bei denen durch Krankheit oder Unfall Teile der Gehirnbereiche (Stirnlappen) ausfielen, die für Emotionalität und Intuition zuständig sind. Emotionale Prozesse stehen im Gehirn in einem engen neurologischen Wechselspiel mit Denk-, Plan- und Entscheidungsprozessen. Die Folge war, dass Damasios Patienten trotz überdurchschnittlich hoher Intelligenz nicht mehr in der Lage waren, ihr Leben emotionslos eigenbestimmt weiterzuleben.
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      © 2006 Birga Dexel